Graugans Anser anser

Raymond Loyal Wildlife


Gänse 

Gänse gehören zum Wassergeflügel, sie wirken plump, haben einen massigen Körperbau und lange Hälse.
Artensteckbriefe 

Die Gänse

Gänse sind Wassergeflügel (englisch = waterfowl) und gehören zu den Entenvögeln. Bezüglich ihrer Artmerkmale und der Größe werden die Gänse in der Systematik zwischen Schwänen und Enten eingereiht und bilden somit eine gesonderte Unterfamilie. Nach ihrer Größe stehen Gänse zwischen den Schwänen und den Enten. Gänse zeichnen sich durch einen massigen Körperbau aus, einen langen Hals, kräftige Beine und Schwimmhäute zwischen den Zehen.
Bei den Gänsen sind die Beine recht lang und ungefähr in der Mitte des Körpers angesetzt. Das erleichtert den Gänsen das Laufen an Land, da sich Gänse auch viel auf Wiesen, Weiden und Feldern aufhalten um Nahrung aufzunehmen.

Graugänse

Gänse Steckbriefe

Gänse sind interessante Vögel. Wer sich einmal mit ihnen beschäftigt hat, der mag sie. Gänse sind überhaupt nicht dumm, sie sind wachsam und aufmerksam. Gänse lieben die Gesellschaft ihrer Artgenossen.
Zu den Gänsen findet Ihr auf dieser Seite Artensteckbriefe zu Gänsen. Die Steckbriefe zu den Gänsen informieren über Vorkommen und Verbreitung, Wanderungen, Zugvogel, Brutvogel, Überwinterung, Lebensraum, Größe, Spannweite, Geschlechtsreife, Nest, Gelege, Nestlingsdauer, wann ist eine Gans flügge? - Nahrung - was fressen Gänse? - Lebensdauer - Feinde - Jagdzeiten.
Die Artensteckbriefe finden sich auf dieser Seite.

Steckbrief: Wildgänse

Brutzeit - Größe - Gewicht - Alter - Nahrung - Lebensraum - Ökologie


Männchen und Weibchen sind im Gefieder gleich. Wie auch bei den Schwänen wird einmal jährlich gemausert.
Die Größe der Gelege liegt zwischen 3 und 8 Eiern.

Systematische Einordnung:
Ordnung
: Gänsevögel (Anseriformes)
Familie: Entenvögel (Anatidae)
Unterfamilie: Gänse (Anserinae)
Tribus: Echte Gänse (Anserini)
Gattungen:

  • Meergänse (Branta)
  • Feldgänse (Anser)


Gänsearten in der Paläarktis:

Meergänse

  • Kanadagans (Branta canadensis)
  • Ringelgans (Branta bernicla)
  • Weißwangengans (Branta leucopsis)
  • Rothalsgans (Branta ruficollis)


Feldgänse

  • Graugans (Anser anser)
  • Bläßgans (Anser albifrons)
  • Zwerggans (Anser erythropus)
  • Saatgans (Anser fabalis)
  • Kurzschnabelgans (Anser brachyrhynchus)
  • Schneegans (Anser caerulescens)
  • Streifengans (Anser indicus)

Die Graugans

Graugans Anser anser

Die Graugans … 

gehört zu den Feldgänsen und ist die häufigste Gans in unseren Breiten. In Deutschland ist die Graugans auch Brutvogel und ganzjährig anzutreffen. Die Populationen der Graugänse aus Island, Osteuropa und Sibirien verbringen ihre Winterzeit in Nord- und Mitteleuropa. In großen Zahlen ist die Graugans dann z.B. am Niederrhein und in den Niederlanden zu sehen. 

Aus der Graugans wurde einst die Hausgans gezüchtet. Das Verhalten und die Stimme haben Graugans und Hausgans auch gemeinsam. Die Stimme hört sich an wie ein abgehacktes ga-ga-ga, das häufig vorgetragen wird. In größeren Gruppen wird dann auch ganz viel geschnattert. 

Wie auch alle anderen Gansarten sind Graugänse sehr wachsam. Während einzelne Tiere fressen, sich putzen oder sogar schlafen, befinden sich immer einzelne Tiere auf der Wacht. Das sieht man an der geraden Haltung, dem ausgestreckten Kopf und einem wachen Blick, der die Umgebung betrachtet. Wer sich einer Gänsegruppe nähert wird also fast immer auch frühzeitig gesehen. Abhängig von der Gegend und wieviel Menschen täglich im Gebiet unterwegs sind, zeigen die Graugänse entweder nur eine geringe oder aber auch eine sehr weite Fluchtdistanz. 
Graugänse vertragen sich durchaus auch mit anderen Arten, wie z.B. mit Kanadagänsen oder auch mit Nilgänsen, mit denen sie gemeinsam im selben Bereich Futter suchen. 

Graugans Anser anser

Steckbrief: Graugans

Brutzeit - Größe - Gewicht - Alter - Nahrung - Lebensraum - Ökologie - Bilder


Systematische Einordnung:

Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)

Familie: Entenvögel (Anatidae)

Unterfamilie: Gänse (Anserinae)

Tribus: Echte Gänse (Anserini) 

Gattung: Feldgänse (Anser)

Art: Graugans

 

Beschreibung

Wissenschaftlicher Name: Anser anser

Artname in Englisch: Greylag Goose

Artname in Französisch: Oie cendree.

Vorkommen / Verbreitung: Nordeuropa, Osteuropa, Russland / Sibirien, Asien. Brütet auch in Deutschland (NRW, Niedersachsen, Schleswig-Holstein), Niederlande. Während der Zugzeiten in ganz Europa anzutreffen.

Wanderungen: Zugvogel

Überwinterung: Westküste Iberische Halbinsel, Nordafrika, Adriaküste, Niederlande, Rhein-Maas-Gebiet, Niederrhein (Deutschland), Nationalpark Wattenmeer, Niedersachsen, Schleswig-Holstein

Lebensraum: Teiche, Seen, (Binnengewässer), Flüsse, mit Gräben durchzogene Feuchtgebiete, Küstengebiete,

Größe: 75-90 cm 

♂etwas größer als ♀, nur im direkten Vergleich zu sehen.

Gewicht: ♂ 3-4 kg


Spannweite: 147-180 cm

Gewicht: ♂3-4 kg, ♀leichter mit 2-3,5 kg

Geschlechtsreife: im dritten Jahr, erst im vierten Jahr wird mit dem Brüten begonnen.

Bruten: 1 / Jahr

Brutzeit: Mitte März-Ende April, maximal bis Juni

Nest: flache Nestmulden aus angehäuften Sumpfpflanzen

Gelege: 4-6 Eier 

Legeabstand: über 24 Stunden

Brutbeginn: ab letztem gelegtem Ei

Brutdauer: 27-29 Tage 

Nestlingsdauer: Nestflüchter

Flügge: nach 50-60 Tagen.

Nahrung: Gräser, Kräuter, Wasserpflanzen

Lebensdauer: Die Lebenserwartung der Graugans erreicht maximal 17Jahre 

Feinde: Infektionskrankheiten, Mensch, Rabenvögel und Möwen als Bruträuber, wo vorhanden der Seeadler, große Greifvögel, Fuchs

Jagdbar: Ja
Jagdzeit: 1. August - 31. August und 1. Oktober - 15. Januar

Graugans Anser anser
Graugans Anser anser
Graugans Anser anser
Graugans Anser anser
Graugans Anser anser
Kanadagans Branta canadensis

Kanadagans (Branta canadensis)

Steckbrief: Kanadagans

Brutzeit - Größe - Gewicht - Alter - Nahrung - Lebensraum - Ökologie - Bilder


Systematische Einordnung:
Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)
Familie: Entenvögel (Anatidae)
Unterfamilie: Gänse (Anserinae)
Tribus: Echte Gänse (Anserini)
Gattung: Meergänse (Branta)
Art: Kanadagans

Beschreibung:
Wissenschaftlicher Name: Branta canadensis
Artname in Englisch: Canada Goose
Artname in Französisch: Bernache du Canada.
Vorkommen / Verbreitung: Nordamerika, Asien und Europa. In Europa ursprünglich angesiedelt. Heute europäische Vorkommen auf den britischen Inseln, Skandinavien, Niederlande und Deutschland (Niederrhein, Niedersachsen und SH).
Lebensraum: mittlere bis große Gewässer mit angrenzenden Weideflächen.
Größe: 90-100 cm ♂etwas größer als ♀, nur im direkten Vergleich zu sehen.
Gewicht: ♂ 3,5-6,5 kg ♀ ca. 3-5,5 kg

Spannweite: 160-175 cm
Geschlechtsreife: im dritten Jahr
Bruten: 1 / Jahr
Brutzeit: Ende März - April
Nest: Bodenbrüter, Neststandort benötigt Aussicht auf das umliegende Gelände.
Gelege / Eier: regelmäßig 5-6 Eier, Gelege bis zu 11 Eier sind auch möglich
Legeabstand:
Brutbeginn:
Brutdauer: 28 Tage
Nestlingsdauer: Nestflüchter
Flügge: nach 60-70 Tagen 9-10 Wochen.
Nahrung: Gräser, Kräuter, Sumpfpflanzen, Wasserpflanzen

Lebensdauer: Die Lebenserwartung der Kanadagans erreicht maximal 33 Jahre
Feinde: Infektionskrankheiten, Mensch, Fuchs, Seeadler, Uhu

Jagdbar: Ja

Jagdzeit: 1. November - 15. Januar

Kanadagans Branta canadensis
Kanadagans Branta canadensis
Nonnengans Branta leucopsis

Nonnengans / Weißwangengans (Branta leucopsis)

Nonnengans Branta leucopsis

Steckbrief: Weißwangengans / Nonnengans

Brutzeit - Größe - Gewicht - Alter - Nahrung - Lebensraum - Ökologie - Bilder


Systematische Einordnung:
Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)
Familie: Entenvögel (Anatidae)
Unterfamilie: Gänse (Anserinae)
Tribus: Echte Gänse (Anserini)
Gattung: Meergänse (Branta)
Art: Weißwangengans oder Nonnengans

Beschreibung:
Wissenschaftlicher Name: Branta leucopsis
Artname in Englisch: Barnacle Goose
Artname in Französisch: Bernache nonnette.
Vorkommen / Verbreitung: Westpaläarktis: Spitzbergen, Grönland, Baltikum, Russland, Deutschland (Schleswig-Holstein, Niedersachsen), Niederlande
Lebensraum: mittlere bis große Gewässer mit angrenzenden Weideflächen.
Größe: 58-69 cm ♂etwas größer als ♀, nur im direkten Vergleich zu sehen.
Gewicht: ♂ ca 2200 g ♀ ca. 1600 g

Spannweite: 146 cm
Geschlechtsreife: im dritten Jahr
Bruten: 1 / Jahr
Brutzeit: Ende März - April
Nest: in arktischen Tälern an Felswänden, auch auf Flussinseln; bei Bodennestern flache Bodenmulde, die mit Pflanzenmaterial ausgelegt ist.
Gelege: regelmäßig 3-5 Eier
Legeabstand:
Brutbeginn: nach Ablage des letzten Ei
Brutdauer: 24-25 Tage
Nestlingsdauer: Nestflüchter
Flügge: ca. 50 Tage / 7 Wochen.
Nahrung: Gräser, Kräuter, Samen, Flechte und Moose, Insekten

Lebensdauer: Die Lebenserwartung der Weißwangengans erreicht maximal 15 Jahre
Feinde: Infektionskrankheiten, Mensch, Möwen und Rabenvögel als Bruträuber, Hunde, Adler

Jagdbar: Nein
Jagdzeit: Nein - Naturschutz


Nonnengänse bei der Nahrungsaufnahme

Nonnengans

Die Nilgans (Alopochen aegyptiaca)

Nilgans
Nilgans
Nilgans
Nilgans

Steckbrief: Nilgans

Brutzeit - Größe - Gewicht - Alter - Nahrung - Lebensraum - Ökologie - Bilder


Systematische Einordnung:

Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)
Familie: Entenvögel (Anatidae)
Unterfamilie: Halbgänse (Tadorninae)
Tribus: Eigentliche Halbgänse (Tadornini)
Gattung: Nilgänse (Alopochen)
Art: Nilgans

Beschreibung:
Wissenschaftlicher Name: Alopochen aegyptiaca
Artname in Englisch: Egyptian goose
Artname in Französisch: Oie d' Egypte.
Vorkommen / Verbreitung: Ostafrika, Zentralafrika, südliches Afrika selten in Westafrika; als Brutvogel in Deutschland, den Niederlanden und Belgien, besonders im Rhein-Maas-Gebiet, grenzüberschreitend auch im Bereich Niederrhein und dem niederländischen Gelderland; Österreich, Großbritannien.
Lebensraum: flache Weiher, Teiche, Tümpel und Seen (Binnengewässer), Flüsse, mit Gräben durchzogene Felder / Feuchtgebiete, auch in Städten

Verhalten: tagaktiv

Größe: 65-75 cm ♂etwas größer als ♀, nur im direkten Vergleich zu sehen.
Gewicht: ♂ 2200 g ♀ ca. 1800 g
Spannweite: 135-140 cm

Fortpflanzung:
Geschlechtsreife: nach 2 Jahren
Bruten: 1 / Jahr
Brutzeit: April-Juni
Nest: Baumbrüter, benutzt auch alte Greifvogelhorste oder Krähenhorste, als Bodenbrüter in Wiesen auch zwischen Steinen.
Gelege: regelmäßig 5-6 Eier, Gelege bis zu 12 Eier sind auch möglich
Legeabstand: über 24 Stunden
Brutbeginn: ab letztem gelegtem Ei
Brutdauer: 30 Tage
Nestlingsdauer: Nestflüchter
Flügge: nach 63-70 Tagen 9-10 Wochen.
Nahrung: Gräser, Kräuter, Wasserpflanzen

Lebensdauer: Die Lebenserwartung der Nilgans beträgt maximal 15 Jahre.
Feinde: Infektionskrankheiten, Mensch, Fuchs, Marder und Greifvögel


Jagdbar: Ja in NRW
Jagdzeit
16. Juli - 31. Januar NRW
1. November - 15. Januar (adulte Gänse); 1. Januar - 31. Dezember (juvenile Gänse) RLP
1. September - 15. Januar - Hessen
1. August - 15. Januar - Bayern
1. September - 15. Januar - Saarland

Nilgans
Nilgans

Die Blässgans (Anser albifrons)

Blässgans

Steckbrief: Blässgans

Brutzeit - Größe - Gewicht - Alter - Nahrung - Lebensraum - Ökologie - Bilder

Systematische Einordnung:

Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)

Familie: Entenvögel (Anatidae)

Unterfamilie: Gänse (Anserinae)

Gattung: Feldgänse (Anser)

Art: Bläßgans 

 

Beschreibung

Wissenschaftlicher Name: Anser albifrons

Artname Englisch: greater white-fronted goose

Artname Französisch: L’Oie rieuse

Artname Niederländisch: kolgans

 

Unterarten der Blässgans:

Die Blässgans hat 5 Unterarten (Subspezies):

Europäische Blässgans - Anser albifrons albifrons

Grönland Blässgans – Anser albifrons flavirostris

Pazifik Blässgans – Anser albifrons frontalis

Anser albifrons gambelli

Tule Blässgans – Anser albifrons elgasi

 

In Europa kommen nur die Europäische Blässgans und die Grönland Blässgans vor. Der Artensteckbrief behandelt die Europäische Blässgans.

 

Vorkommen / Verbreitung: verbreitet in weiten Teilen der Subpolaren Zone Eurasiens, Nordskandinavien, der Norden Grönlands, der gesamte Nordteil Russlands und in den arktischen Bereichen des nordamerikanischen Kontinents.

 

Wanderungen: Zugvogel.

Überwinterung: Die Brutpopulationen der Blässgans auf Grönland beziehen ihr Winterquartier in Irland, im Westen Schottlands und in Wales; auch bis England und bis nach Kontinentaleuropa. 

Die Brutpopulationen der Blässgans aus dem westlichen Teil des russischen Verbreitungsgebietes überwintern im Bereich der südlichen Ostsee und an der Nordseeküste. Vor allem in den Niederlanden und den deutsch-niederländischen Grenzgebieten sind Blässgänse im Winterquartier anzutreffen. In Deutschland ist der Niederrhein ein wesentliches Überwinterungsbebiet der Blässgans.

Am Niederrhein überwintern jedes Jahr zwischen 180000 bis 200000 Blässgänse.

Lebensraum - Biotop: Die Blässgans brütet in der Tundra an erhöhten Stellen. Im Winterquartier bevorzugt die Blässgans Wiesen und Weiden im Flachland. Flache Wasserflächen müssen vorhanden sein. Blässgänse sind auch in Kohlfeldern zu finden. Die Blässgans ist auch auf überschwemmten Feldern anzutreffen. 

Verhalten: tagaktiv. Bei Störungen wird die Nahrungsaufnahme in die Nacht verlegt. 

Kennzeichen: Die Blässgans ist kleiner als die Graugans. Männchen und Weibchen nicht unterscheidbar. 

Ein wesentliches Erkennungsmerkmal ist die bei den Altvögeln vorhandene Stirnblässe. Die Unterseite verfügt über eine grobe Fleckung. Kopf und Hals der Blässgans sind grau-dunkelbraun. Die Oberseite ist von einer ähnlichen, aber etwas helleren Farbe. Die Oberseite verfügt ferner über eine feine blaßbraune Querbänderung über den Flügeln.

Im Brustbereich ist ein helles graubraun vorherrschend. Bei der Blässgans sind Bauch und Unterschwanzdecken weiß. 

Der Schnabel der Blässgans ist relativ lang. Bei den adulten (Altvögel) Blässgänsen ist der Schnabel blass fleischfarben bis hellrosa, der Nagel ist weiß.  

Bei juvenilen (Jungvögel) Blässgänsen ist der Schnabel blaß fleischfarben, der Oberschnabel (First) ist dunkelgrau mit einem schwarzen Nagel

Größe: 64-78 cm 

Gewicht: 1900g – 3500g, ♀ ist etwas kleiner als ♂. 

Spannweite: 130-160 cm

Stimme und Ruf: Blässgänse sind sehr ruffreudig und schnattern den ganzen Tag. Ruf ähnelt teilweise der Saatgans. Klingt gewöhnlich wie „kiju“ oder „kuju“ oder wie „ajak“.

Fortpflanzung:

Geschlechtsreife: Blässgänse werden zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahr geschlechtsreif. 

Erstmalige Brut: Erstbruten meist im dritten Lebensjahr

Paarungszeit: März-April, lebenslange monogame Dauerverbindung

Bruten: 1 Jahresbrut

Legebeginn - Eiablage: in Grönland ab letzter Maidekade. Bei der Eiablage ist das Männchen neben dem Nest. 

Brutzeit: Ende Mai / Anfang Juni – Anfang Juli

Nest: Bodennest; meist leine Vertiefung, die mit Pflanzenmaterial ausgelegt ist. Alte Nester werden genutzt.

Gelege: 5-7 Eier. Selten 3 oder bis zu 7 Eier. Das Weibchen brütet allein.  

Nachgelege: Bei der Blässgans sind bisher keine Nachgelege / Ersatzgelege bekannt.

Legeabstand: 48 Stunden

Brutbeginn: mit Ablage des vorletzten oder letzten Ei.

Brutdauer: 27-28 Tage, das Weibchen brütet allein. 

Schlüpfen: die Jungen schlüpfen asynchron 

Nestlingsdauer: Nestflüchter. Kurz nach dem Schlüpfen folgen die Jungen den Altvögeln. Die Blässgänse suchen nach dem Schlüpfen mit den Jungen Gebiete mit starker Vegetation auf. 

Flügge: 40-43 Tage

Selbständig: die Jungen der Blässgans bleiben noch bis in das nächste Frühjahr bei den Altvögeln

 

Nahrung: Die Blässgans ernährt sich von Pflanzenteilen, in der Hauptsache Gräser; selten Gemüse und Samenkörner. An der Küste ernährt sich die Blässgans auf den Salzwiesen. 

 

Lebensdauer: Die Lebenserwartung der Blässgans erreicht 17 Jahre

Feinde: Vogelgrippe, Fuchs, Wolf, Schneeeule und Möwen als Bruträuber, Adler und Mensch

Jagdbares Wild: Die Blässgans gehört zu den jagdbaren Wildarten hat aber nach der Bundesjagdzeitenverordnung keine Jagdzeit. 

Jagdzeit: Nein. 

Jagdzeit NRW: Die Blässgans unterliegt in NRW keiner Jagdzeit. 

Blässgans Anser albifrons
Blässgans Anser albifrons
Blässgans Anser albifrons
Blässgans Anser albifrons

Junge Blässgänse

Blässgans

Im Vordergrund steht eine junge Blässgans, erkennbar an der fehlenden Stirnblässe und an der fehlenden Fleckung auf der Unterseite.

Blässgans

Im Vordergrund eine junge Blässgans.

Blässgans

Im Vordergrund mittig eine junge Blässgans.

Junge Blässgänse

Blässgans

Junge Blässgänse mit Altvögel bei der Nahrungsaufnahme

Blässgans

Die Saatgans (Anser fabalis)

Die Saatgans gehört zur Ordnung der Entenvögel (=Anseriformes). Die Saatgans gehört ebenfalls zu den Feldgänsen und ist etwas kleiner als die Graugans.

 

Saatgänse sind Zugvögel. Wir können die Saatgänse als Wintergäste in Mitteleuropa beobachten und finden sie in großen Scharen in den Niederlanden, am Niederrhein, in der norddeutschen Tiefebene, an der Nordseeküste und an der Ostseeküste. 

 

Die Brutgebiete der Zwerggans sind im nördlichen Skandinavien sowie in den nördlichen Teilen Russlands und in Sibirien.  

 

Die Körperlänge der Zwerggans liegt bei 69-88 cm, die Flügelspannweite liegt bei 140-174 cm. 

 

Einzelheiten zur Fortpflanzung, Paarung, Brutzeit und Gelege sind im Artensteckbrief Saatgans zusammengefasst.

Das Aussehen der Saatgans

Wie sieht eine Saatgans aus? 

Die Saatgans ähnelt der Graugans ist aber etwas kleiner. 

 

 Der Körper der Saatgans ist dunkelbraun-grau. Kopf und Hals sind dunkelbraun. Die Saatgans ist viel dunkler als die Graugans. Feine helle Querbänderung auf der Oberseite. Oberschwanzdecken sind weiß, der Schwanz ist dunkel mit weißer Endbinde. Bauch und Unterschwanzdecken sind weiß.

 

 Füße der adulten Saatgans sind orange, bei den Juvenilen (Jungvögel) sind die Füße graugelb.

Steckbrief: Saatgans

Brutzeit - Größe - Gewicht - Alter - Nahrung - Lebensraum - Ökologie

Systematische Einordnung:

Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)

Familie: Entenvögel (Anatidae)

Unterfamilie: Gänse (Anserinae)

Gattung: Feldgänse (Anser)

Art: Saatgans 

 

Beschreibung

Wissenschaftlicher Name: Anser fabalis

Artname Englisch: Bean Goose

Artname Französisch: Oie des moissons

Artname Niederländisch: de taigarietgans

Vorkommen / Verbreitung: Tundra und Taiga des nördlichen Skandinavien (Norwegen, Schweden, Finnland), nördliches Russland bis in den Osten Sibiriens.

 

Subspezies der Saatgans in Europa:

Anser fabalis fabalis
 Anser fabalis rossicus Buturlin
 Anser fabalis johanseni Delacour

Wanderungen: Zugvogel

Überwinterung: Mitteleuropa, Südschweden, Dänemark, Ostseeküste und Nordseeküste, norddeutsche Tiefebene, Niederrhein, die Niederlande; Adriaküste von Italien und Kroatien, westliches Österreich, Schweiz; in kalten Wintern auch bis nach Marokko

Lebensraum - Biotop: Koniferenbestände oder Birkenbestände in Tundra und Taiga. Während des Zuges und im Winter gerne flache Gewässer als Schlafplatz. Tagsüber auf Wiesen, Weiden und Ackerland. Schlafplätze und Nahrungsplätze der Saatgans können teilweise eine Entfernung von bis zu 25 km haben.

Streifzüge: Die Zwerggans kann auch in Südosten Englands, Belgien, Niederlande, Niederrhein, Norddeutschland, Dänemark, deutsche und dänische Ostseeküste auftauchen.

Verhalten: tagaktiv. Übernachtet bevorzugt auf dem Wasser. 

Kennzeichen: Männchen und Weibchen nicht unterscheidbar. Die Saatgans ist unwesentlich kleiner als die Graugans.

Körper ist dunkelbraun-grau. Kopf und Hals sind dunkelbraun. Die Saatgans ist viel dunkler als die Graugans. Feine helle Querbänderung auf der Oberseite. Oberschwanzdecken sind weiß, der Schwanz ist dunkel mit weißer Endbinde. Bauch und Unterschwanzdecken sind weiß. 

Kräftiger langer Schnabel, am Oberschnabel mit geradem First. 

Füße der adulten Saatgans sind orange, bei den Juvenilen (Jungvögel) sind die Füße graugelb.

Farbe der Iris: braun

 

Größe: 69-88 cm 

Gewicht: 3-4 kg, Weibchen in der Regel kleiner

Spannweite: 140-174 cm

Stimme und Ruf: Die Saatgans ist wenig ruffreudig. Zweisilbige Flugrufe, klingen ähnlich wie kaja oder kajajah.

 

Fortpflanzung:

Geschlechtsreife: im dritten Jahr

Erstmalige Brut: im Alter von 2-3 Jahren

Paarungszeit: Februar/März, lebenslange Verbindung. 

Bruten: 1 Jahresbrut

Eiablage: ab Mitte Mai (Taiga) bis Mitte Juni (Tundra)

Brutzeit: Ende Mai/Anfang Juni – Juli

Nest: meistens erhöht. Das Nest der Saatgans besteht aus einer Mulde, die mit Gras, Moos oder Laub ausgelegt wird. Das ♀ baut das Nest evtl. mit Hilfe durch ♂

Gelege: 4-6 Eier, selten 2 Eier, maximal 8 Eier (selten). Das Weibchen brütet allein.  

Nachgelege: keine Nachgelege bei Gelegeverlust

Legeabstand: 48 Stunden

Brutbeginn: mit Ablage des letzten Ei

Brutdauer: 25 Tage (Taiga) 28-29 Tage (Tundra), das Weibchen brütet allein.

Schlüpfen: die Jungen schlüpfen synchron

Nestlingsdauer: Nestflüchter. Die Jungen folgen dem Weibchen 

Flügge: 40-50 Tage

Selbständig: die Jungen begleiten die Altvögel in das Winterquartier und bleiben im Familienverband noch bis in das anschließende Frühjahr. Die Altvögel kehren ohne die Jungen in das Brutareal zurück.

 

Nahrung: Die Saatgans ernährt sich rein pflanzlich, Pflanzen und Beeren. Im Winterquartier und auf dem Zug ernährt sich die Saatgans von Gras, Getreide, Getreidekörner, Kartoffeln, Rüben und Rübenreste.

 

Lebensdauer: Die Lebenserwartung der Saatgans erreicht bis zu 26 Jahre

Feinde: Infektionen, Wolf, Polarfuchs, Seeadler, Mensch

Jagdbare Wildart: Ja

Jagdzeit: 1. November – 15. Januar (Bundesjagdzeitenverordnung)

 

RL Wildlife

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