Graureiher

Fachbegriffe aus der Ornithologie


Fachbegriffe Vogelkunde Ornithologie Statusangaben Vogelkörper Gefieder Systematik Mauser 

Schwan Höckerschwan

Topografie des Vogelkörpers

Topografie des Vogels

Legende A

  1. Oberschnabel
  2. Unterschnabel
  3. Augenring
  4. Kinn
  5. Kehle
  6. Bartstreif
  7. Brust
  8. Seite
  9. Bauch
  10. Flanken
  11. Fuß / Bein
  12. Armschwinge
  13. Unterschwanzdecke
  14. Handschwinge
  15. Äußere Schwanzfedern
  16. Schwanz
  17. Oberschwanzdecken
  18. Bürzel
  19. Flügelbinden
  20. Schultern
  21. Rücken
  22. Nacken
  23. Mittelstreif
  24. Scheitel
  25. Stirn
Grauammer

Legende B

  1. Schnabel
  2. Unterschnabel
  3. Scheitelstreif
  4. Augenstreif
  5. Überaugenstreif


Topografie des Vogelflügels

Topografie Vogelflügel

Der Vogelflügel / Unterseite

Legende:
1 - Achselfedern
2 - Flügelbug oder Handgelenk
3 - Flügelvorderrand
4 - Unterflügeldecken
5 - Armschwingen
6 - Handschwingen


Topografie Vogelflügel

Der Vogelflügel / Oberseite

Legende:
1 - Spiegel
2 - Schwanzfedern
3 - Handschwingen
4 - Armschwingen
5 - Flügelhinterrand (Der Flügelhinterrand bezeichnet alle Federn der Armschwinge und Handschwinge)

Hinweis: Die Handschwingenfedern werden von außen nach innen fortlaufend durchnummeriert. Also: Handschwingenfeder 1 usw. Bei einigen Arten lässt sich somit die Subspecies eindeutig einordnen.


Schwan Höckerschwan

Statusangaben zu Vögeln

Statusangaben beschreiben, ob ein Vogel in einem Gebiet Brutvogel oder z.B. nur als Zugvogel vorkommt. Nachfolgend werden die Begriffe erläutert:

Brutvogel: die Art brütet als Brutvogel regelmäßig im Lebensraum bzw. im Verbreitungsgebiet
Jahresvogel: Der Jahresvogel ist als Art ist im Lebensraum bzw. im Verbreitungsgebiet das ganze Kalenderjahr über anzutreffen.
Zugvogel: Zugvögel einer Art ziehen außerhalb der Brutzeit in andere Gebiete
Wintergast: Ein Wintergast (Vogel) einer Art kommt i.d.R. aus Verbreitungsgebieten nördlich oder östlich von Mitteleuropa bzw. Deutschland und überwintert in der Zeit zwischen dem Herbstzug und dem Frühjahrszug. Wintergast ist eine Vogelart, die nur im Winter in einem Gebiet vorkommt.

Gastvogel: Ein Gastvogel ist eine Art, die nur zeitweise in einem Gebiet auftaucht, dann auch nur in geringer Zahl
Durchzügler: Durchzügler sind Vogelarten, die ein Gebiet nur auf dem Durchzug streifen und sind dann während der Rast im jeweiligen Gebiet zu beobachten.
Teilzieher: Teilzieher sind Jahresvögel, die bei anhaltend schlechter Witterung (im Winter) ihren angestammten Lebensraum kurzzeitig verlassen und in wärmere Gebiete ziehen. Sie kehren aber wieder in ihren  angestammten  Lebensraum zurück, wenn sich die Bedingungen bessern.
Ausnahmeescheinung: Ausnahmeerscheinungen bei Vögeln sind Arten, die nur in Ausnahmefällen aus entfernten Gebieten wie z.B. Asien, Nordafrika, Mittelmeerraum, Nordamerika, nach Mitteleuropa bzw. nach Deutschland kommen. Ein Erscheinen dieser Arten in Mitteleuropa ist also unter normalen Bedingungen eher unwahrscheinlich.

Lachmöwe im Schlichtkleid

Lachmöwe

Kleider und Altersbezeichnungen bei Vögeln

Jugendkleid JK: Das Jugendkleid ist das erste vollständige Gefieder des Jungvogels zum Zeitpunkt des Flüggewerdens. Zu diesem Zeitpunkt handelt es sich noch um einen juvenilen Vogel (juv.)
Erstes Winterkleid: Das erste Winterkleid eines Vogels ist das erste neue Kleid nach dem Jugendkleid und wird bis in das nächste Frühjahr des zweiten Jahres getragen.
Erstes Sommerkleid: Das erste Sommerkleid des Vogels entsteht durch Mauser im Frühjahr des zweiten Jahres und ersetzt das erste Winterkleid. Je nach Gattung bzw. Art sind noch Unterschiede zu den adulten Vögeln zu erkennen.
Zweites Winterkleid: Das zweite Winterkleid des Vogels ersetzt im Spätsommer / Herbst des zweiten Jahres das erste Sommerkleid und wird bis zur Frühjahrsmauser des dritten Jahres getragen.
Zweites Sommerkleid: Das zweite Sommerkleid ist das Sommerkleid des Vogels im dritten Jahr ab der Frühjahrsmauser.

Drittes Winterkleid: Das dritte Winterkleid eines Vogels folgt auf das zweite Sommerkleid im Spätsommer / Herbst des dritten Jahres. Ein drittes Winterkleid finden wir bei den Großmöwen. Wo die immaturen Vögel erst im vierten Lebensjahr geschlechtsreif werden.
Drittes Sommerkleid: Das dritte Sommerkleid folgt durch Mauser im Frühjahr des vieren Kalenderjahres; der Vogel ist dann noch im dritten Lebensjahr. Ein drittes Sommerkleid finden wir bei den Großmöwen.
Prachtkleid: Das Prachtkleid oder Brutkleid eines Vogels wird nach dem Jugendkleid bzw. dem letzten Winterkleid des immaturen Vogels im Frühjahr durch Mauser angelegt. Je nach Art tragen nur die Männchen ein Prachtkleid. Bei den Möwen tragen beide Geschlechter ein Prachtkleid, das sich vom Schlichtkleid oder Ruhekleid stark unterscheidet. Das Prachtkleid unterscheidet immature von adulten Vögeln.
Schlichtkleid: Das Schlichtkleid eines Vogels wird im Spätsommer / Herbst durch Mauser angelegt. Im Schlichtkleid sind die Altvögel optisch von den juvenilen / immaturen Vögeln zu unterscheiden.

Basstölpel im Flug

Basstölpel

Fachbegriffe aus der Vogelkunde

Albinismus: Unter Albinismus versteht man das Fehlen von Pigmenten, dadurch sind die Tiere völlig weiß und haben rote Augen.
Daumenfittich (Alua): Die Daumenfittich besteht aus kleinen Federn an der Handschwinge
Armdeckenfeld: Das Armdeckenfeld bezeichnet einen Flügelabschnitt auf der Oberseite des Flügels, teilweise anders gefärbt.
Armflügel: Der Armflügel ist der innere Flügelabschnitt neben der Handschwinge
Augenring: Der Augenring ist eine ringförmige Befiederung um das Auge herum
Augenstreif: Der Augenstreif ist ein auf Augenhöhe verlaufender Streifen
Finger: die gespreizten Federn der äußeren Handschwinge, die beim Flug sichtbar ausgespreizt werden. Vgl. Flugbild der Greifvögel.
Flügelbinde: Die Flügelbinde ist ein andersfarbiges Band an den großen / mittleren Armdecken
Flügeldecken: Federn, die die Schäfte der Schwungfedern, die Knochen und die Muskeln des Flügels abdecken.
Flügelprojektion: Die Flügelprojektion bezeichnet beim stehenden Vogel den sichtbaren Überstand der Flügelspitzen über die Schwanzspitze
Flügelstsreif: Der Flügelstreif ist ein heller Streifen an den Hand- und Armschwingen, im Flug zu sehen.
Fußprojektion: Die Fußprojektion bezeichnet beim fliegenden Vogel die sichtbar über den Schwanz hinausgestreckten Beine.
Gonys: Die Gonys ist ein am Unterschnabel gelegener Bereich (vor der Spitze), andersfarbiger Bereich (auch Gonysfleck)
Habitus: Unter Habitus versteht sich der Gesamteindruck, der dem Vogel seinen Charakter verleiht und besteht aus Größe, Gestalt und Bewegungsweise.
Handflügel: Der Handflügel bezeichnet den äußeren Teil des Flügels
Handschwingenprojektion: Die Handschwingenprojektion bezeichnet den Überstand der Handschwingen von den sie überwiegend abdeckenden Schirmfedern
Lidring: Der Lidring ist die unbefiederte Partie rund um das Auge, immer unbefiedert
Paläarktis: Die Paläarktis ist eine zoogeographische Region, die aus Europa, Nordafrika und Asien nördlich des Himalaja abdeckt.
Schirmfedern: Die Schirmfedern sind anders strukturierte, teilweise anders gefärbte innere Armschwingen. Der Begriff kommt daher, daß diese Federn "beschirmend" über dem Flügel liegen, wegen des stärkeren Verschleiß werden diese Federn öfter durch Mauser erneuert.
Schwanzprojektion: Schwanzprojektion bezeichnet den Überstand der Schwanzfedern über die Flügelspitzen.
Spiegel: Der Spiegel ist ein farbiges Feld auf den Armschwingen eines Vogels. Spiegel sind besonders bei Enten bekannt.
Subapikalfleck: Der Subapikalfleck ist ein Fleck vor der Federspitze, z.B. bei Möwen.
Subterminalbinde: Die Subterminalbinde im Gefieder eines Vogels bezeichnet eine auffallend anders gefärbte Binde. Die Subterminalbinde kann am Schwanz, Flügelhinterrand oder auch bei einzelnen Federn vorkommen.
Tarsus: Der Taurus sind zusammengewachsene Mittelfußknochen
Tibia: Tibia bezeichnet die Unterschenkel
Überaugenstreif: Der Überaugenstreif ist ein Streifen über dem Auge, und über dem Augenstreif, kann sich vom Schnabelgrund bis in den Nacken erstrecken.
Unterart: Die Unterart oder auch Subspezies, bezeichnet eine auf einen bestimmten geographischen Raum beschränkte Unterart einer Art. Vgl. Nebelkrähe - Rabenkrähe
Varietät: Die Varietät beschreibt eine vorkommende Abweichungen innerhalb einer Art
Wachshaut: Die Wachshaut ist ein unbefiederter Bereich auf dem Schnabel, um die Nasenlöcher; auch andersfarbig, speziell bei Greifvögeln
Zügelstreif: Der Zügelstreif ist ein Streif zwischen Schnabel und Auge, geht nicht über das Auge hinaus, sonst Augenstreif

Küste Meer Leuchtturm Pointe du Raz

RaymondLoyal-Wildlife - Hier kannst Du mir schreiben

Texte und Bilder © Raymond Loyal - Keine Verwendung ohne schriftliche Erlaubnis