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Enten

Artensteckbriefe Enten Viele Entenarten sind in Deutschland und Mitteleuropa Brutvogel Jahresvogel und Wintergast Verbreitung Fortpflanzung Lebensraum Biotop Lebenserwartung Jagd

Stockente

Die Enten

Enten sind Wasservögel und bewohnen Teiche und Seen, langsam fließende Flüsse, Feuchtgebiete und sind auch an der Küste anzutreffen.
Enten unterteilen sich in drei Gruppen: die Gründelenten oder Schwimmenten, die Tauchenten und die Säger und Meeresenten.
Gründelenten ernähren sich hauptsächlich von Wasserpflanzen, sie fliegen schnell und erheben sich beim Flug senkrecht vom Wasser.
Tauchenten haben einen Lappen an der Hinterzehe und flache Schnäbel. Zum Fliegen müssen Tauchenten in der Startphase flügelschlagend über das Wasser laufen.
Meeresenten sind an der Küste heimisch und tauchen tiefer als Tauchenten. Meeresenten ernähren sich vorwiegend von Schnecken und Muscheln.
Säger haben lange und spitze Schnäbel mit einer Zähnelung am Schnabelrand. Säger sind spezialisiert auf den Fischfang. Um zu fliegen müssen Säger beim Start erst eine Weile über das Wasser laufen.

Löffelente

Die Enten

Die Enten gehören zur Ordnung der Gänsevögel (Anseriformes) und sind dort die Familie mit den meisten Arten. Weltweit kommen bei den Enten 47 Gattungen mit ca. 150 Arten vor. 

Systematisch unterteilen sich die Enten in der Paläarktis in drei Gattungen:

  • Schwimmenten oder Gründelenten (Anatini)
  • Tauchenten (Aythyini)
  • Meeresenten und Säger (Mergini)


Gelege: Stockenten 7-16 Eier; Löffelente 8-12 Eier
Lebenserwartung: Stockente 20 Jahre; Löffelente 20 Jahre
Gewicht: Stockente 1500 g; Löffelente 900-1100 g
Länge: Stockente 50-60cm; Löffelente 45-52 cm
Spannweite: Stockente 81-95 cm; Löffelente 80 cm

Ab wann legt die Ente Eier? Die Legeperiode der Enten beginnt ungefähr ab Mitte Februar. Ab diesem Zeitraum fangen Enten an Eier zu legen. 
Wie lange braucht eine Ente zum Brüten? Die Brutdauer der Enten variiert zwischen 21 und 28 Tagen. Die Stockente brütet über einen Zeitraum von 25-28 Tage. Die Brutdauer der Enten ist je nach Entenart unterschiedlich. 
Wie alt kann eine Ente werden? Die Lebenserwartung einer Ente liegt zwischen 10 und 20 Jahren. In der Gefangenschaft können Enten auch älter werden.
Sind Enten Zugvögel? Enten gehören auch zu den Zugvögeln. Zugvögel verlassen die Brutgebiete im Winter und ziehen in klimatisch günstigere Gegenden. Meistens im Süden. Enten sind auch Teilzieher. Teilzieher verlassen das Brutgebiet im Winter nur bei schlechten Witterungsbedingungen.
Können Enten auf dem Wasser schlafen? Enten schlafen auf dem Wasser. Enten dösen auf dem Wasser. Dabei öffnen sie gelegentlich ein Auge während das andere Auge geschlossen bleibt. Die Hirnhälfte des geschlossenen Auges ruht dabei. Enten die auf dem Wasser dösen, paddeln dabei ständig mit den Beinen. Enten dösen und schlafen auch an Land. Beim Schlafen sind die Enten meistens in größeren Gruppen versammelt. Stockenten sind tagaktiv und auch nachtaktiv

Stockente

Gründelenten / Schwimmenten (Anatini)

Gründelenten sind Enten unterschiedlicher Größen. Ein wesentliches Merkmal der Gründelenten ist der Schwanz, der immer über die Wasseroberfläche hinausragt.

Lebensraum: Flüsse, Seen, Sumpfgebiete
Nahrung: überwiegend pflanzlich. Die Nahrung wird gründelnd aus dem Wasser geholt oder von der Wasseroberfläche aufgenommen: Samen, Wasserpflanzen, wirbellose Tiere.
Flug: Anders als z.B. Schwäne können  Gründelenten direkt aus dem Wasser aufsteigen
Prachtkleid: Die Männchen tragen ab dem Frühjahr und während der Brutzeit ein prächtiges Federkleid, das sie deutlich vom Weibchen unterscheidet.
Mauser: Die Schwimmenten sind im Sommer für ca. 3-4 Wochen flugunfähig, da alle Schwungfedern gleichzeitig erneuert werden. In dieser Zeit wechseln die Männchen in ein Schlichtkleid, das dem Kleid der Ente ähnelt.
Schlichtkleid: Bei den Schwimmenten tragen die Männchen das Schlichtkleid zwischen der Herbstmauser und der Frühjahrsmauser.

Die Arten der Gründelenten - Schwimmenten Arten:

  • Stockente (Anas platyrhynchos)
  • Schnatterente (Anas strepera)
  • Spießente (Anas acuta)
  • Dunkelente (Anas rubripes)
  • Löffelente (Anas clypeata)
  • Pfeifente (Anas penelope)
  • Kanadapfeifente (Anas americana)
  • Marmelente (Marmaronetta angustirostris)
  • Krickente (Anas crecca)
  • Knäkente (Anas querquedula)
  • Blauflügelente (Anas discors)
  • Gluckente (Anas Formosa)
  • Mandarinente (Aix galericulata)
  • Brautente (Aix sponsa)

Tauchenten (Aythya, Somateria et al)

Tauchenten sind in der Größe variabel von kleinen bis zu großen Arten. Tauchenten sind nur sehr selten gründelnd zu beobachten, die normale Methode der Nahrungsbeschaffung ist das Tauchen. Tauchenten ernähren sich teilweise rein pflanzlich können aber auch Allesfresser sein. Ein Merkmal sind schwere Körper und kürzere Flügel als bei den Gründelenten. Beachte dazu die Steckbriefe zu den einzelnen Arten.

Lebensraum: Süßwasserhabitate, auf der gesamten Nordhalbkugel verbreitet
Nahrung: im Wesentlichen pflanzliche Nahrung. Nahrungsaufnahme erfolgt durch Tauchen.
Merkmale: gedrungener Körper, Hals kürzer als bei Schwimmenten. Der Schwanz schließt mit der Wasseroberfläche ab. Im Gegensatz zu den Gründelenten.
Flug: bedingt durch die kurzen Flügel benötigen Tauchenten einen Anlauf auf der Wasseroberfläche, um starten zu können.
Prachtkleid: Die Männchen tragen ab dem Frühjahr und während der Brutzeit ein prächtiges Federkleid, das sie deutlich vom Weibchen unterscheidet.
Mauser: Flugunfähigkeit im Sommer für ca. 3-4 Wochen, da alle Schwungfedern gleichzeitig erneuert werden. In dieser Zeit wechseln die Männchen in ein Schlichtkleid, das dem Kleid der Ente ähnelt.
Schlichtkleid: Bei den Tauchenten tragen die Männchen das Schlichtkleid zwischen der Herbstmauser und der Frühjahrsmauser. Das Schlichtkleid wird auch Ruhekleid genannt.
Nest: Die Tauchenten benutzen Bodennester. Die Bodennester der Tauchenten sind mit Daunen ausgelegt und befinden sich in Ufernähe, meistens in der Ufervegetation.
Hybriden: In der Gattung Aythya können Mischformen zwischen den Arten auftauchen. D.h. zwischen zwei Arten kommt es zu einer Kreuzung.

Tauchenten Arten:

  • Tafelente (Aythya ferina)
  • Kolbenente (Netta Rufina)
  • Moorente (Aythya nyroca)
  • Bergente (Aythya marila)
  • Reiherente (Aythya fuligula)
  • Ringschnabelente ( Aythya collaris)


Hybriden:
Nach allgemeiner Auffassung paaren sich Vögel in der Natur mit artgleichen Artgenossen. Zu diesen Kreuzungen kann es in Regionen kommen in denen die Partnersuche mangels Artgenossen sonst nicht zum Erfolg führen würde.

Es werden folgende Kreuzungsmöglichkeiten vorgestellt:

·         Tafelente ♂ x Reihehrente ♀ = Reiherente ♂

·         Reiherente X Ringschnabelente = Ringschnabelente ♂

·         Bergente X Reiherente = Bergente ♂

·         Reiherente ♂ x Tafelente ♀ = Kanadabergente ♂

·         Tafelente x Moorente = Rotkopfente ♂

·         Tafelente x Moorente = Moorente ♂

·         Bergente x Reiherente = Bergente ♀

Stockente (Anas platyrhynchos)

Stockente Anas platyrhynchos

Was ist eine Stockente?

Die Stockente ist die am häufigsten anzutreffende Schwimmente in Deutschland und in Europa. Die Stockente ist weltweit anzutreffen. Stockenten sind im größten Teil Eurasiens zu Hause. Sie leben außerdem in Nordafrika und in Nordamerika. Als Brutvogel wurden die Stockenten durch Einwanderer in Australien und Neuseeland eingebürgert.

Wo finden wir die Stockente? Die Stockente ist fast überall anzutreffen. Wir treffen sie in Parks, an Flussufern, Seen, Feuchtgebiete und an der Küste.
Ist die Stockente gesellig? Außerhalb der Brutzeit sind Stockenten gesellig. Man sieht sie häufig in kleineren Gruppen.
Wie heißt das Männchen? Das Männchen wird Stockerpel genannt.
Wie heißt das Weibchen? Das Weibchen wird Stockente genannt.
Wer kümmert sich um die Brut? Bei den Stockenten kümmern sich die Stockenten (=Weibchen) alleine um die Brut.
Warum sehen wir häufig mehr Erpel als Enten? Die Enten werden bei der Jungenaufzucht öfter von Greifvögeln oder anderen Räubern geschlagen. Daher sind häufig in Gruppen mehr Erpel als Enten zu sehen.
Was fressen Stockenten? Stockenten sind in der Nahrungsbeschaffung sehr genügsam. Sie fressen Wasserpflanzen, Uferpflanzen, Gras, Weichtiere, Larven, Laich, Kaulquappen, Würmer und Schnecken. Enten gründeln bei der Nahrungsaufnahme, d.h. sie tauchen den Oberkörper ins Wasser wobei der Schwanz in die Höhe gesteckt wird.
Können Stockenten tauchen? Ja, Stockenten können auch richtig tauchen.
Haben Stockenten Schwimmhäute? Ja, Stockenten haben zwischen den Zehen Schwimmhäute.
Wann schlafen Stockenten? Teilweise auch nachts. Überwiegend schlafen oder dösen Stockenten tagsüber. Das machen sie auch beim Schwimmen auf dem Wasser. Dabei können sie sich auch auf Fließgewässern auf der gleichen Stelle halten. Die Füße sind dabei ständig in Bewegung. 

Stockente

Steckbrief Stockente

Brutzeit - Größe - Gewicht - Alter - Nahrung - Lebensraum - Ökologie - Bilder


Systematische Einordnung:

Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)

Familie: Entenvögel (Anatidae)

Unterfamilie: Enten (Anatinae)

Tribus: Schwimmenten (Anatini)

Gattung: Eigentliche Enten (Anas)

Art: Stockente 

 

Beschreibung

Wissenschaftlicher Name: Anas platyrhynchos

Artname Englisch: Mallard

Artname Französisch: Canard colvert.
Artname Niederländisch: Wilde Eend

Vorkommen / Verbreitung:  Verbreitung auf der gesamten Nordhalbkugel der Erde: im größten Teil der eurasischen Landmenge, Nordafrika, weite Teile Nordamerikas; als Brutvogel eingebürgert in Australien und Neuseeland. 

 

Wanderungen: Jahresvogel, vornehmlich Teilzieher; 

 

Lebensraum: an Gewässern aller Art, auch an Parkteichen, auch an Gebäuden
Verhalten: tagaktiv und nachtaktiv
Schlafen: schlafen und dösen am Tag

 

Größe: 50-60 cm

Gewicht: 1500 g

Spannweite: 81-95 cm

Kennzeichen: Geschlechter mit unterschiedlichen Kleidern

Geschlechtsreife: nach einem Jahr

Bruten: 1 / Jahr

Brutzeit: März-Juli, 

Nest: an Uferböschungen als Bodennest, auch weit entfernt vom Wasser; in Überschwemmungsgebieten auch auf Bäumen, an Baumstümpfen

Gelege: 7-16 Eier

Nachgelege: möglich bei Verlust des ersten Geleges, frühzeitig zu Beginn der Brutzeit; dann aber nur mit verringerter Eizahl mit nur 5 Eiern. 

Legeabstand: 1 Tag

Brutbeginn: mit Ablage des letzten Ei

Brutdauer: 25-28 Tage 

Nestlingsdauer: Nestflüchter

Flügge: nach 8 Wochen.

Nahrung: anspruchslos, omnivor, Wasser-, Ufer- und Landpflanzen, auch Samen und Früchte, Weichtiere und Larven, Laich, Kaulquappen, kleine Krebse, kleine Fische und Frösche, Würmer und Schnecken

Gründeln: bis zu einer Tiefe von 50 cm

 

Lebensdauer: Die Lebenserwartung der Stockente beträgt ca. 20 Jahre

Feinde: Füchse, Waschbären, Greifvögel, Wanderratten, Marder

Jagdbares Wild: Ja.
Jagdzeit: 1.September - 15. Januar

Löffelente (Anas clypeata)

Löffelente
Löffelente
Löffelente

Die Löffelente

Die Löffelente (Anas clypeata) gehört zu den Schwimmenten oder Gründelenten. Als Brutvogel ist die Löffelente noch häufig in Mitteleuropa.

Insgesamt ist die Löffelente im nördlichen Eurasien und in Nordamerika verbreitet.

Die Löffelente ist überwiegend Zugvogel. Die Überwinterungsgebiete der Löffelente befinden sich in Mitteleuropa, teilweise in den Niederlanden, in Südeuropa, in Nordafrika, im östlichen Mittelmeer, Vorderasien und Südostasien. Nordamerikanische Populationen ziehen im Winter bis nach Südamerika.

Wie verhält sich die Löffelente? Am meisten sieht man die Löffelente mit ausgestrecktem Hals durch das Wasser schwimmen. Dabei nimmt die Löffelente Nahrung aus dem Wasser und von der Wasseroberfläche auf. Die Löffelente gründelt nur selten, taucht auch gelegentlich.

Die Löffelente ist tagaktiv und nachtaktiv. 

Gehört die Löffelente zu den geselligen Vögeln? Außerhalb der Brutzeit versammelt sich die Löffelente gerne in größeren Gruppen. 

Wovon ernährt sich die Löffelente? Die Löffelente ernährt sich pflanzlich und tierisch. Vor allem ernährt sich die Löffelente von schwimmenden Organismen und Plankton. 


Ein Zusammenfassung findet Ihr im Artensteckbrief Löffelente.

Löffelente

Steckbrief: Löffelente

Brutzeit - Größe - Gewicht - Alter - Nahrung - Lebensraum - Ökologie - Bilder


Systematische Einordnung:

Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)

Familie: Entenvögel (Anatidae)

Unterfamilie: Schwimmenten (Anatinae)

Gattung: Löffelenten (Anas)

Art: Löffelente

 

Beschreibung

Wissenschaftlicher Name: Anas clypeata

Artname Englisch: Great Shoveler

Artname Französisch: Canard souchet.
Artname Niederländisch: slobeend

Vorkommen / Verbreitung:  ganz Mitteleuropa, stärkere Vorkommen im nördlichen Teil Mitteleuropas, Niederlande, Britische Inseln als Brutvogel und ganzjähriges Vorkommen; Brutvogel in Dänemark, Südschweden, Teile von Norwegen und Finnland; Baltikum, Weißrussland, Ukraine, Russland, Sibirien, Mongolei und Nordchina; große Teile von Nordamerika, bis hoch nach Alaska, nicht im nördlichen Kanada. 


Überwinterung: skandinavische Bestände ziehen nach Mitteleuropa, teilweise in Niederlanden; verstreut in Südeuropa, Nordafrika, entlang des östlichen Mittelmeeres, Vorderasien, Südostasien, Mittelamerika

Wanderungen: Teilzieher; 



Lebensraum: nahrungsreiche Binnengewässer, Entwässerungsgräben, Moor, gerne in mit dichtem Schilf / dichter Vegetation bewachsenen Uferzonen wo die Löffelente mit ihrem Schnabel die Wasseroberfläche nach Nahrung durchsiebt. 


Dieses Verhalten ist auch ein sicheres feldornithologisches Erkennungsmerkmal. Teilweise sind ganze Trupps in der ufernahen Vegetationszone unterwegs, teilweise auch auf dem offenen Gewässer. Die Ente vollführt dabei eine Bewegung in Kreisen oder Halbkreisen und streckt dabei den Hals gerade aus. Es wird auch gegründelt, allerdings erheblich seltener als z.B. bei Stockenten.


Außerhalb der Brutzeit auch an der Küste, Salzwiesen, Wattenmeer


Größe: 45-52 cm

 ♂ mit ca. 52 cm etwas größer als  ♀ mit ca. 48, nur im direkten Vergleich zu sehen.

Gewicht:  ♂1100 g, ♀leichter mit ca. 900 g

Spannweite: 80 cm

Geschlechtsreife: nach einem Jahr

Bruten: 1 / Jahr

Brutzeit: Mai-Juli, in Mitteleuropa früheste Gelege Ende April möglich

Nest: Bodennest aus Pflanzenteilen in im Uferbereich, versteckt in der Ufervegetation. 

Gelege: 8-12 Eier 

Legeabstand:  

Brutbeginn: ab letztem gelegtem Ei

Brutdauer: 26 Tage 

Nestlingsdauer: Nestflüchter

Flügge: nach 40-45 Tagen.

Nahrung: Plankton, Wasserflöhe, Insektenlarven, Laich von Lurchen


Lebensdauer: Die Lebenserwartung der Löffelente beträgt ca. 20 Jahre

Feinde: Mensch, Greifvögel (Seeadler), Möwen als Bruträuber, Fuchs und Marder

Jagdbares Wild: Nein

Reiherente (Aythya fuligula)

Reiherente

Die Reiherente

Die Reiherente (Aythya fuligula) gehört zu den Tauchenten und ist ein häufiger Brutvogel in Mitteleuropa. Verbreitet ist die Reiherente im nördlichen Eurasien bis an den Pazifik.

Wo können wir die Reiherente beobachten? Wir treffen die Reiherente auf den britischen Inseln (Irland und Großbritannien), Niederlande, Norddeutschland, Dänemark, Polen, Österreich und Tschechien, Norwegen, Schweden, im Baltikum und in Russland. 

Welche Biotope bevorzugt die Reiherente?  Die Reiherente bevorzugt tiefe und sehr nährstoffreiche Gewässer. Im allgemeinen benötigt die Reiherente große Wasserflächen. Außerhalb der Brutzeit werden von der Reiherente auch weniger nährstoffreiche und tiefe Gewässer angenommen. 

Wovon ernährt sich die Reiherente? Die Reiherente ernährt sich überwiegend tierisch. Die pflanzliche Ernährung der Reiherente besteht hauptsächlich aus Sämereien

Die Reiherente ist tagaktiv und nachtaktiv.

Wie erreicht die Reiherente ihre Nahrung? Der Nahrungserwerb der Tafelente erfolgt hauptsächlich durch Tauchen. 

Wie lange taucht eine Reiherente? Die Reiherente taucht im Mittel unter 20 Sekunden. 

Ist die Reiherente eine gesellige Art? Die Reiherente ist das ganze Jahr über gesellig und in größeren Gruppen anzutreffen. 


Eine Zusammenfassung findet Ihr im Artensteckbrief Reiherente.

Steckbrief: Reiherente

Brutzeit - Größe - Gewicht - Alter - Nahrung - Lebensraum - Ökologie - Bilder


Systematische Einordnung:

Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)

Familie: Entenvögel (Anatidae)

Unterfamilie: Tauchenten (Aythyinae)

Gattung: Aythya

Art: Reiherente 

 

Beschreibung

Wissenschaftlicher Name: Aythya fuligula

Artname Englisch: Tufted Duck

Artname Französisch: Fuligule morillon.
Artname Niederländisch: kuifeend

Vorkommen / Verbreitung:  ganz Mitteleuropa, britische Inseln, Dänemark, BeNeLux, Frankreich, südliches Schweden,  ganzjährig; Brutgebiete in nördlichem Skandinavien, Baltikum, Weißrussland, Ukraine, Russland bis hinter den Ural nach Sibirien


Überwinterung: Südeuropa, Türkei, Nordafrika, Vorderasien

Wanderungen: Teilzieher; 



Lebensraum: Seen und Fließgewässer, Parkanlagen

Verhalten: tagaktiv

Größe: 42-47 cm

 ♂ mit ca. 47 cm etwas größer als  ♀ mit ca. 42, kein Unterscheidungsmerkmal.

Gewicht:  ♂1000 g, ♀leichter mit ca. 800-900 g

Spannweite: 72 cm

Geschlechtsreife: nach einem Jahr

Bruten: 1 / Jahr

Brutzeit: Mai-Juli, 

Nest: Bodennest aus Pflanzenteilen im Schilf, im Moorgras, auf kleinen Inseln. 

Gelege: 5-12 Eier 

Legeabstand: 2 Tage; auch bis 7 Tage möglich, aber selten

Brutbeginn: mit Ablage des letzten Eis

Brutdauer: 23-28 Tage 

Nestlingsdauer: Nestflüchter, können nach wenigen Stunden bereits tauchen

Flügge: nach 45-50 Tagen.

Nahrung: Muscheln, Schnecken, Kleintiere, Insekten, Pflanzen

Tauchtiefe: bis zu 4 m



Lebensdauer: Die Lebenserwartung der Reiherente beträgt ca. 15 Jahre

Feinde: Mensch, Greifvögel (Seeadler), Möwen als Bruträuber, Fuchs und Marder

Jagdbares Wild: Ja.
Jagdzeit: 1.September - 15. Januar

Moorente (Aythya nyroca)

Moorente
Moorente
Moorente

Steckbrief: Moorente

Brutzeit - Größe - Gewicht - Alter - Nahrung - Lebensraum - Ökologie - Bilder 


Systematische Einordnung:

Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)

Familie: Entenvögel (Anatidae)

Unterfamilie: Tauchenten (Aythyinae)

Gattung: Aythya

Art: Moorente 

 

Beschreibung

Wissenschaftlicher Name: Aythya nyroca

Artname Englisch: Ferruginous Duck

Artname Französisch: Canard nyroca.
Artname Niederländisch: witogeend

Vorkommen / Verbreitung:  Steppen und Halbwüsten Asiens. Europa: Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Ukraine. Auch in Deutschland als Brutvogel anzutreffen (z.B. in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen, Bodenseeraum)

 

Überwinterung: Asien

Wanderungen: Zugvogel; 

 

Lebensraum: an kleinen vegetationsreichen und nahrungsreichen Teichen und Seen

 

Größe: 38-42 cm

♂ etwas größer als ♀.

Gewicht: ♂680 g, ♀leichter mit ca. 520 g

Spannweite: 60-67 cm

Geschlechtsreife: nach einem Jahr

Bruten: 1 / Jahr

Brutzeit: April-Mai, 

Nest: Bodennest, gut versteckt in krautiger Vegetation, teils in Ufernähe oder direkt am Ufer 

Gelege: 7-11 Eier

Nachgelege: möglich bei Verlust des ersten Geleges, frühzeitig zu Beginn der Brutzeit; dann aber nur mit verringerter Eizahl mit nur 5 Eiern. 

Legeabstand: 1-2 Tage

Brutbeginn: mit Ablage des letzten Ei

Brutdauer: 25-28 Tage 

Nestlingsdauer: Nestflüchter

Flügge: nach 50-60 Tagen.

Nahrung: Wasserinsekten, Frösche, Krebse, Wasserschnecken, Wasserpflanzen und Sämereien

Tauchtiefe: bis zu 4 m

 

Lebensdauer: Die Lebenserwartung der Moorente beträgt ca. 10 Jahre

Feinde: Mensch, Greifvögel (Seeadler, Habicht), Möwen als Bruträuber, Fuchs und Marder

Jagdbares Wild: Nein

Krickente (Anas crecca)

Die Krickente (Anas crecca) gehört zu den Schwimmente. In englisch heisst die Krickente Eurasian Teal, auf französisch heißt die Krickente Sarcelle d’hiver und auf niederländisch ist der Name de wintertaling.

Bei einer Größe von 34-38 cm und einer Spannweite zwischen 53-59 cm ist die Krickente die kleinste Ente in Europa. Das Gewicht der Krickente liegt zwischen 250-400 g, wobei die Ente leichter als der Erpel ist. 

Das Männchen der Krickente unterscheidet sich im Prachtkleid deutlich vom Weibchen. Das Männchen der Krickente zeigt einen rötlichen Streifen von der Stirn über den Scheitel bis in den Nacken. Der Wangenbereich und der Kinnbereich des Krickerpels sind ebenfalls rötlich-dunkelbraun. Der Kopf des Krickerpels zeigt einen grünen Seitenstreifen, der kurz vor dem Auge beginnt und sich bogenförmig in den Nacken hinein fortsetzt. Dieser Streifen ist von einem schmalen, gelblich weißen Streifen eingefasst. Rücken und Flanken des Krickerpels sind grau. Mit angelegten Flügeln zeigt der Krickerpel einen weißen Längstreifen im Bereich der Schulter. Die Unterschwanzdecken des Krickerpels sind gelb mit einer schwarzen Umrandung. Die Flanken des Krickerpels zeigen eine feine graue Bänderung, während die Brust hellbraun-weiß aussieht. Das Weibchen der Krickente ist hellbraun bis gelblich. Unterseite und Wangen der Krickente sind hell. 

In größeren Ententrupps fällt die Krickente schon wegen ihrer geringen Größe auf, verglichen mit den anderen Arten. In auffliegenden Ententrupps fällt die Krickente wiederum wegen ihrer geringen Größe auf und wegen ihres Flugverhaltens. Die Krickente zeigt einen schnellen Flügelschlag, was ihr einen schnellen und sehr wendigen Flug ermöglicht. Schwimmend zeigt die Krickente ein hohes Profil im Wasser.

Die Lebenserwartung der Krickente liegt bei ungefähr 15 Jahren. 

Krickenten werden wahrscheinlich schon im ersten Lebensjahr geschlechtsreif. 

Die Krickente zeitigt zwischen April bis Juni eine Jahresbrut. Das Gelege der Krickente besteht aus 8-11 Eiern. Der Legeabstand der Krickente beträgt 2 Tage. Nach Ablage des letzten Ei beginnt die Krickente mit dem Brüten. Bei Verlust des Geleges zeitigt die Krickente ein Ersatzgelege. 

Die Brutdauer bei der Krickente beträgt zwischen 21-23 Tage. Die Jungen der Krickente sind Nestflüchter und folgen der Ente sofort in die Ufervegetation. Nach 44 Tagen sind die Jungen der Krickente flügge. 

Vom Verhalten her ist die Krickente tagaktiv und nachtaktiv. Bei der Krickente erfolgt die Nahrungsaufnahme durch Seihen an der Wasseroberfläche oder im Schlick oder durch Gründeln. Die Nahrung der Krickente besteht aus pflanzlichen und tierischen Bestandteilen. 

Die Stimme der Krickente klingt wie „krilick“, dieser Ruf wird auch im Flug vorgetragen. 


Die Krickente ist als Brutvogel im Ostseeraum und an der Nordseeküste anzutreffen. Wir können die Krickente in den Niederlanden antreffen und im Grenzgebiet zwischen Deutschland und den Niederlanden sowie im norddeutschen Raum. Dabei ist die Verbreitung im Binnenland geringer als an der Küste.
Die Hauptwintergebiete der Krickente befinden sich in Südeuropa und in Westeuropa sowie an der dänischen Küste, in Mitteleuropa und im Alpenvorland.
Wovon ernährt sich die Krickente? Die Nahrung der Krickente ist pflanzlich und tierisch. Vor allem im Winter werden Sämereien bevorzugt, daneben auch kleine bis kleinste Wirbellose.
Die Krickente ist tagaktiv und nachtaktiv. Im Winterquartier ruht die Krickente tagsüber und begibt sich nachts auf Nahrungssuche. An der Küste ist die Nahrungsaufnahme von den Gezeiten abhängig. So können Krickenten z.B. bei Ebbe auf den Schlickflächen im Wattenmeer beobachtet werden.

Eine Zusammenfassung findet Ihr im Artensteckbrief Krickente.

Steckbrief: Krickente

Brutzeit - Größe - Gewicht - Alter - Nahrung - Lebensraum - Ökologie


Systematische Einordnung:

Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)

Familie: Entenvögel (Anatidae)

Unterfamilie: Schwimmenten (Anatini)

Gattung: Eigentliche Enten (Anas)

Art: Krickente 

 

Beschreibung

Wissenschaftlicher Name: Anas crecca

Artname Englisch: Western Eurasian Teal

Artname Französisch: Sarcelle d‘hiver.
Artname niederländisch: wintertaling

Vorkommen / Verbreitung:  Jahresvogel in Mittel- und Westeuropa, britische Insel, Brutvogel auf Island, Skandinavien, Osteuropa bis hinter den Ural.

 

Wanderungen: Teilzieher

Überwinterung: Spanien/Portugal, Süd- und Südosteuropa, östliches Mittelmeer, Nordafrika, Naher Osten.

 

Lebensraum: Binnengewässer mit Verlandungszonen; nährstoffreiche Kleingewässer in Mooren, Heide- und Moorseen; außerhalb der Brutzeit auch an der Küste.

Verhalten: tagaktiv

Kennzeichen: beide Geschlechter haben grüne Spiegel, diese sind beim Flug deutlich zu sehen. 
♂ im Prachtkleid mit braunem Kopf und grünem Feld zwischen Auge und Hinterkopf, das von einem gelblich-weißen Streifen abgegrenzt wird. Weißer Längsstreif an der Seite. ♀ ähnelt der Stockente, jedoch erheblich kleiner

Größe: 34-38 cm, 

Gewicht: 250-400 g; ♂ schwerer als ♀ 

Spannweite: 53-59 cm

Stimme - Ruf: ♂ laut „krick“; ♀ quakt .

Geschlechtsreife: im 1. Lebensjahr

Paarungszeit: Paare finden sich bereits im Spätwinter zusammen

Bruten: 1 Jahresbrut

Brutzeit: April-Juni, 

Nest: Bodenbrüter, Nest gut versteckt in der Ufervegetation der Gewässer

Gelege: 8-11 Eier

Nachgelege: möglich 

Legeabstand: 2 Tage

Brutbeginn: mit Ablage des letzten Ei

Brutdauer: 21-23 Tage 

Nestlingsdauer: Nestflüchter, Weibchen zieht die Jungen allein auf, hält sich mit den Jungen vornehmlich in der dichten Ufervegetation auf

Flügge: 44 Tage.

 

Nahrung: wenig wählerisch; pflanzliche und tierische Nahrung: Wasserpflanzen, Würmer, Krebse, Schnecken, Muscheln

 

Lebensdauer: Die Lebenserwartung der Krickente beträgt ca. 15 Jahre

Feinde: Mensch, Greife, Fuchs, Möwen

Jagdbares Wild: Ja.
Jagdzeit: 1.September - 15. Januar

Knäkente (Anas querquedula)

Die Knäkente (Anas qerquedula) gehört zu den Schwimmenten und ist in Mitteleuropa ein häufiger Brutvogel aber auch häufiger Sommergast. Auf dem Zug ist die Knäkente durchaus in Westeuropa und Mitteleuropa zu beobachten.
Die Hauptwinterquartiere der Knäkente liegen in der Sahelzone, in Südindien und reichen teilweise bis nach Australien.
Wovon ernährt sich die Knäkente? Die Knäkente ernährt sich von Wasserpflanzen und Wassertieren, nimmt aber auch Sämereien und Insektenlarven. Der tägliche Nahrungsbedarf der Knäkente im Winterquartier liegt bei 12-17 g Sämereien.
Als Biotop bevorzugt die Knäkente nährstoffreiche (eutrophe) Binnengewässer die ausreichend Deckung bieten. In den Brutgebieten besiedelt die Knäkente eher Gewässer mit kleinen Wasserflächen.
Wo treffen wir die Knäkente während der Zugzeit? Während der Zugzeit hält sich die Knäkente auf großen flachen Seen, Überschwemmungsgebieten und Mooren auf.

Eine Zusammenfassung aller Informationen findet Ihr im Artensteckbrief Knäkente.

Steckbrief: Knäkente

Brutzeit - Größe - Gewicht - Alter - Nahrung - Lebensraum - Ökologie


Systematische Einordnung:

Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)

Familie: Entenvögel (Anatinidae)

Unterfamilie: Schwimmenten (Anatini)

Gattung: Eigentliche Enten (Anas)

Art: Knäkente 

 

Beschreibung

Wissenschaftlicher Name: Anas querquedula

Artname Englisch: Garganey

Artname Französisch: Sarcelle d‘été.
Artname Niederländisch: zomertalling

Vorkommen / Verbreitung:  als Brutvogel in England, ganz Osteuropa, sporadisch in West- und Mitteleuropa, Dänemark, punktuell in Norwegen, Südschweden, Südfinnland, regelmäßig auf dem Zug in West- und Mitteleuropa zu sehen 

 

Wanderungen: Überwiegend Sommervogel

Überwinterung: Sahelzone, Südindien, Südostasien, teilweise bis nach Australien.

 

Lebensraum: Sumpfgelände mit höherer Vegetation sowie Verlandungszonen von Binnengewässern, nährstoffreiche Teiche und Moore

Verhalten: tagaktiv

Kennzeichen: etwas größer als Krickente ♂ im Prachtkleid überwiegend grau mit braunem Kopf, weißer Überaugenstreif von der Schnabelwurzel bis zum Hals; lanzettartig verlängerte Schmuckfedern auf dem Rücken. Flügeldecken blaugrau mit grünlich-weißgesäumten Spiegel. ♀ ähnlich Krickente, etwas größer als diese, längerer Schnabel, Schnabel grau und ohne orange am Schnabelgrund, und hellerer Bauch (weißlich); Kopfseite dunkler Wangen- und Augenstreif, heller Zügelfleck, ohne hellen Längsstrich an der Schwanzbasis; Kinn und Kehle sauberes rahmweiß (hell)

Flugbild graubrauner Vorderflügel mit helleren Handschwingen, breiter weißer Streifen am Hinterrand des Armflügels

Größe: 43-55 cm

Gewicht: ♂bis 600 g, ♀bis 550 g, 

Spannweite: 115-140 cm

Stimme - Ruf: ♂ lautes schnarrendes „klerrb“, ♀ quakt 

Geschlechtsreife: nach dem 1. Lebensjahr

Paarungszeit: April; monogame Ehe

Bruten: 1 Jahresbrut

Brutzeit: April-Mai, 

Nest: mit Gras und Daunen ausgepolsterte Mulde; dicht bewachsene Ufer flacher Gewässer. 

Gelege: 8-11 Eier

Nachgelege: möglich 

Legeabstand: 1 Tage

Brutbeginn: mit Ablage des ersten Ei

Brutdauer: 21-23 Tage 

Nestlingsdauer: Nestflüchter

Flügge: 35-42 Tage.

 

Nahrung: Insekten, kleine Krebse, Weichtiere, Wasserpflanzen und Sämereien 

 

Lebensdauer: Die Lebenserwartung der Knäkente beträgt ca. 10 Jahre

Feinde: Fuchs, Möwen, Greifvögel, Marder, Mensch

Jagdbares Wild: Nein

Tafelente (Aythya ferina)

Die Tafelente gehört zu den Tauchenten. In Mitteleuropa ist die Tafelente ein regelmäßiger Brutvogel. Im Binnenland ist die Tafelente durchaus als Standvogel anzusehen, kann aber auch Strichvogel sein.
Tafelenten überwintern in Nordafrika, im Mittelmeerraum, Naher Osten, Pakistan, Indien und bis nach Südostasien.
Wie sieht die Tafelente aus? Die Tafelente wirkt kleiner als die Stockente. Das  ♂  der Tafelente zeigt im Brutkleid einen rostroten Kopf, Hals und Vorderrücken. Der Kropf und die Vorderbrust sind schwarz; Rücken und Flanken sind silbergrau; Bürzel und Oberschwanzdecken sind dunkelbraun.
Das ♀der Tafelente ist an Kopf, Vorderrücken und Hals rot bis dunkelbraun. Die Färbung der ♀ist variabel. Beim ♀ der Tafelente sind Rücken und Flanken graubraun mit dunkler Querwellung. 
Wovon ernährt sich die Tafelente? Die Tafelente ernährt sich pflanzlich und tierisch. 
Wie findet die Tafelente ihre Nahrung? Der Nahrungserwerb der Tafelente erfolgt meist durch Tauchen. Die Tafelente nimmt auch beim Schwimmen Nahrung von der Wasseroberfläche auf. 
Wie tief taucht eine Tafelente? Die Tafelente taucht im Mittel  zwischen 1m und 2,5m Tiefe. 
Wie lange taucht eine Tafelente? Eine Tafelente taucht im Mittel zwischen 14 und 17 Sekunden.
Die Tafelente ist tagaktiv und nachtaktiv.

Steckbrief: Tafelente

Brutzeit - Größe - Gewicht - Alter - Nahrung - Lebensraum - Ökologie


Systematische Einordnung:

Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)

Familie: Entenvögel (Anatinidae)

Unterfamilie: Schwimmenten (Anatini)

Gattung: Tauchenten (Aythya)

Art: Tafelente 

 

Beschreibung

Wissenschaftlicher Name: Aythya ferina

Artname Englisch: Common Pochard

Artname Französisch: Ganard minouin.
Artname Niederländisch: tafeleend

Vorkommen / Verbreitung: gesamter europäischer Kontinent, Südskandinavien, britische Inseln, punktuell in Spanien Brutvogel, sonst dort nur Wintergast, punktuell Nordafrika (Marokko, Algerien, Tunesien).

Brutvogel in Osteuropa, Baltikum (Ostseeraum) über den Ural hinaus bis nach Sibirien, 

 

Wanderungen: Teilzieher

Überwinterung: Nordafrika, Mittelmeerraum, Sahelzone, Naher Osten, Pakistan, Indien bis nach Südostasien.

 

Lebensraum: große flache Binnenseen- stehende Binnengewässer - mit starker Ufervegetation bzw. relativ breitem Schilfgürtel, auch flache Küstenzonen. 

Verhalten: tagaktiv

Kennzeichen: ♂ im Prachtkleid rotbrauner Kopf und Hals; Kropf und Vorderbrust schwarz, Rücken grau, Schnabel grau mit schwarzer Spitze, Schwanz dunkel, Seiten hell (weiß); ♀überwiegend graubraun, Flanke heller, Brust, Hals und Scheitel dunkelbraun, Zügelfleck, Augenring mit nach hinten zum Hinterkopf verlaufendem Augenstreif. 

♂ Schlichtkleid dunkelbraune Färbung von Brust und Steiß, Kopf nur noch mattbraun

Augen beim ♂ gelb, ♀gelb-braun, Juv. dunkelbraun

Größe: 42-49 cm

Gewicht: ♂bis 1100 g, ♀leichter mit bis zu 700g  

Spannweite: 67-75 cm

Stimme - Ruf: ♂ heiseres Pfeifen, ♀ knarrt; auch kurze Pfiffe wie ki-ki-ki-ki .

Geschlechtsreife: 1. Lebensjahr, brüten meistens ab dem dritten Jahr

Paarungszeit: zum Ende des Winters mit Höhepunkt im März; monogame Saisonehe; mit Brutbeginn verlässt das Männchen das Weibchen.

Bruten: 1 Jahresbrut

Brutzeit: Mai-Juni, 

Nest: unmittelbar am Wasser oder auf Inseln im Gewässer; Nest aus kleinen Ästen und trockenem Gras, mit Federn ausgepolstert

Gelege: 6-9 Eier

Nachgelege: möglich 

Legeabstand: 1 Tage

Brutbeginn: mit Ablage des ersten Ei

Brutdauer: 25 Tage 

Nestlingsdauer: Nestflüchter, Junge können sofort tauchen. 

Flügge: 8-10 Wochen.

 

Nahrung: tauchend oder gründelnd: Röhricht, Wasserpflanzen, Kleinkrebse, Insekten, Amphibien

 

Lebensdauer: Die Lebenserwartung der Tafelente beträgt ca. 22 Jahre

Feinde: Mensch, Parasiten, Wetter, Möwen (Bruträuber), Fuchs, Marder

Jagdbares Wild: Ja.
Jagdzeit: 1.September - 15. Januar

Kolbenente (Netta Rufina)

Die Kolbenente (Netta Rufina) gehört zu den Tauchenten. 
In Mitteleuropa ist die Kolbenente ein regelmäßiger Brutvogel. Die Anzahl der Brutpaare der Kolbenente schwankt je nach Gebiet zwischen selten bis häufig. In den Niederlanden und im Grenzgebiet zwischen Deutschland und den Niederlanden ist die Kolbenente durchaus anzutreffen. 
Als Brutgebiet wählt die Kolbenente nährstoffreiche (eutrophe) flache Gewässer im Binnenland. Außerhalb Mitteleuropas besiedelt die Kolbenente auch Brackwasserseen und alkalische Seen, und siedelt sich auch in Lagunen an. Wesentlich für die Qualität des Biotops ist immer eine reichhaltige Ufervegetation aus Röhricht und Seggen sowie Überschwemmungsflächen.
Kolbenenten sind tagaktiv und nachtaktiv.
Zum Auffliegen braucht die Kolbenente einen Anlauf über das Wasser.
Wie erreicht die Kolbenente ihre Nahrung? Die Kolbenente taucht oder gründelt nach ihrer Nahrung, es wird auch Nahrung von der Wasseroberfläche aufgenommen.
Wie leitet die Kolbenente den Tauchgang ein? Der Tauchgang wird mit einem kurzen Kopfsprung eingeleitet.
Ist die Kolbenente eine gesellige Art? Die Kolbenente versammelt sich außerhalb der Brutzeit gerne in größeren Gruppen.

Eine Zusammenfassung der wesentlichen Informationen findet Ihr im Artensteckbrief Kolbenente.

Steckbrief: Kolbenente

Brutzeit - Größe - Gewicht - Alter - Nahrung - Lebensraum - Ökologie


Systematische Einordnung:

Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)

Familie: Entenvögel (Anatinidae)

Unterfamilie: Schwimmenten (Anatini)

Gattung: Tauchenten (Aythya)

Art: Kolbenente 

 

Beschreibung

Wissenschaftlicher Name: Netta rufina

Artname Englisch: Red-crested Pochard

Artname Französisch: Nette rousse.
Artname Niederländisch: krooneend

Vorkommen / Verbreitung:  Vom Norden des Kaspischen Meeres über das Schwarze Meer bis nach in die Niederlande, Deutsche Bucht, Süddänemark, Voralpenland, Ostpolen, Tschechien, Kroatien, Slowakei.

Brutvogel in den Niederlanden, in DE in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Bodensee, Starnberger See.

 

Wanderungen: Teilzieher

Überwinterung: Mittelmeer, Schwarzes Meer, Ägypten, Indien, Vorderasien.

 

Lebensraum: größere Binnengewässer mit Verlandungszonen mit Schilfgürtel, Lagunen, auch kleine Teiche.

Verhalten: tagaktiv

Kennzeichen: ♂ im Prachtkleid mit dickem rostfarbenem Kopf, Schnabel rot, Nackenansatz, Hals und Brust schwarz, Bauch überwiegend schwarz, Flanken weiß, Iris rot; ♀überwiegend graubraun, Wangen weiß, Oberkopf/Scheitel dunkelbraun; Schnabel braun mit rosa Fleck an der Schnabelspitze; Iris braun

Schlichtkleid ♂ ähnlich ♀ mit rotem Schnabel und roter Iris als Unterschied

Größe: 53-57 cm, 

Gewicht: 800-1500 g 

Spannweite: 85-90 cm

Stimme - Ruf: knarrende Laute.

Geschlechtsreife: nach einem Jahr

Paarungszeit: bereits ab Herbst und im Winterquartier; monogame Ehe

Bruten: 1 Jahresbrut

Brutzeit: Mitte April/Anfang Mai-Juli, 

Nest: in der ufernahen, dichten Vegetation; Unterbau aus trockenen Pflanzenteilen, auf dem sich eine kegelförmiger Nestmulde erhebt. 

Gelege: 3-12 Eier

Nachgelege: möglich 

Legeabstand: 1 Tage

Brutbeginn: mit Ablage des vorletzten oder letzten Ei

Brutdauer: 26 Tage, es brütet nur das Weibchen 

Nestlingsdauer: Nestflüchter.

Flügge: 45-50 Tage.

 

Nahrung: Wasserpflanzen, Algen, Laichkräuter

 

Lebensdauer: Die Lebenserwartung der Kolbenente beträgt ca. 10 Jahre

Feinde: Mensch, Parasiten, Wetter, Möwen (Bruträuber), Fuchs, Marder

Jagdbares Wild: Nein

Bergente (Aythya marila)


Die Bergente (Aythya marila) gehört zu den Tauchenten. Die Bergente ist tagaktiv und auch nachtaktiv und findet ihre Nahrung durch Tauchen. Bergenten tauchen im Mittel bis zu 3,5 m. 

Die Bergente ist Zugvogel und Strichvogel.

Die Hauptwinterquartiere der Bergente liegen an der Nordseeküste und an der Ostseeküste. Die Bergente überwintert auch an der Atlantikküste von Frankreich, Irland und Großbritannien. In kleineren Gruppen sind Bergenten im Winter an größeren Gewässern in Mitteleuropa anzutreffen. 

Steckbrief: Bergente

Brutzeit - Größe - Gewicht - Alter - Nahrung - Lebensraum - Ökologie


Systematische Einordnung:

Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)

Familie: Entenvögel (Anatinidae)

Unterfamilie: Schwimmenten (Anatini)

Gattung: Tauchenten (Aythya)

Art: Bergente 

 

Beschreibung

Wissenschaftlicher Name: Aythya marila

Artname Englisch: Greater Scaup

Artname Französisch: Fuligule milouinan.
Artname Niederländisch: topper / toppereend

Vorkommen / Verbreitung:  Brutgebiet erstreckt sich von Island über die Hebriden, äußerster Norden Schottlands, Skandinavien (Norwegen, Schweden, Finnland), äußerster Norden des europäischen Russland, über den nördlichen Teil Sibiriens über Alaska bis in den äußersten Norden Kanadas. Auch in Murmansk und Kamtschatka.

 

Wanderungen: Teilzieher, beim Zug Tag- und Nachtzieher

Überwinterung: Südwesten von Island, Südalaska; europäische Überwinterungsquartiere Ostsee, Nordseeküste, Wattenmeer, Küstengewässer Südnorwegen, britische Inseln, Nordwestfrankreich.

 

Lebensraum: Seen und Teiche in der Tundra, auch subalpine Gewässer und Hochmoore. Außerhalb der Brutzeit an Meeresküsten, Flussmündungen; seltener im Binnenland, dann auch an stehenden Gewässern oder Seen mit geringer Fließgeschwindigkeit. 

Verhalten: tagaktiv

Kennzeichen: ♂ im Prachtkleid Kopf, Hals und Vorderbrust schwarz, Schnabel durchgehend grau. Rücken grau mit feiner schwarzer Querbänderung; Flanken und Bauch weiß ♀überwiegend graubraun mit großem weißem Fleck am Schnabelgrund. 

Schlichtkleid ♂ kontrastärmer als Prachtkleid, Flanken matter, schmutzig-weiß, etwas weiß am Schnabelgrund, leichter Braunschimmer auf Kopf, Brust und Oberseite

Juvenil ähnlich ♀ aber mit matterem, weißem Fleck am Schnabelgrund.

Augen beim ♂ gelb, ♀gelb-braun, Juv. dunkelbraun

Größe: 42-51 cm, Weibchen größer und schwerer

Gewicht: ♂1000 g, ♀leichter mit 900 g, 

Spannweite: 71-80 cm

Stimme - Ruf: raues karr-karr

Geschlechtsreife: zwischen erstem und zweiten Jahr

Paarungszeit: Balz beginnt bereits im Winterquartier, Höhepunkt der Balz bereits im Brutgebiet; Rückkehr in das Brutgebiet ab Mitte April

Bruten: 1 Jahresbrut

Brutzeit: Mai-Juni, 

Nest: in den Seggen- und Binsenbeständen des Uferbereichs. Nest gerne auf kleinen Inseln, teilweise in hoher Dichte 

Gelege: 6-9 Eier

Nachgelege: möglich 

Legeabstand: 1 Tage

Brutbeginn: mit Ablage des ersten Ei

Brutdauer: 26-28 Tage 

Nestlingsdauer: Nesthocker, ca. 4 Wochen, danach klettern die Jungen im angrenzenden Röhricht umher.

Flügge: ca. 50 Tage.

 

Nahrung: Muscheln, Schnecken, Pflanzensamen

Tauchen in 2-5 m Tiefe

 

Lebensdauer: Die Lebenserwartung der Bergente beträgt ca. 8-10 Jahre

Feinde: Raubtier, Raubmöwen, Polarfuchs

Jagdbares Wild: Ja.
Jagdzeit: 1.September - 15. Januar

Mandarinente (Aix galericulata)

Was ist eine Mandarinente? Die Mandarinente gehört zu den Schwimmenten. Ursprünglich kommt die Mandarinente aus Ostasien, wo sie in China und Japan als Brutvogel heimisch ist. In Europa wurde die Mandarinente eingebürgert.
Wo kommt die Mandarinente in Europa vor? In Europa kommt die Mandarinente in größeren Populationen in Südengland vor. Auf dem europäischen Kontinent treffen wir sie verstärkt in Deutschland, Österreich, Schweiz und den Niederlanden an.
Ist die Mandarinente häufig? Die Mandarinente ist eine sehr seltene Entenart.

Steckbrief: Mandarinente

Brutzeit - Größe - Gewicht - Alter - Nahrung - Lebensraum - Ökologie

Systematische Einordnung:

Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)

Familie: Entenvögel (Anatidae)

Unterfamilie: Schwimmenten (Anatini)

Gattung: Aix

Art: Mandarinente 

 

Beschreibung

Wissenschaftlicher Name: Aix galericulata

Artname Englisch: Mandarin duck

Artname Französisch: Canard mandarin.
Artname Niederländisch: mandarijneend

Vorkommen / Verbreitung: ursprüngliche Verbreitung als Brutvogel in Ostasien (China und Japan). Eingebürgert in Europa. Brutvorkommen in Südengland, Deutschland, Österreich, Schweiz, Niederlande; in Europa auch in vielen anderen Staaten. Die Mandarinente kommt inzwischen auf allen Kontinenten vor. 

 

Wanderungen: Teilzieher. 

Überwinterung: großräumig innerhalb des Verbreitungsgebietes. Keine Zugbewegung in andere Kontinente

 

Lebensraum: Gewässer im Wald, Seen und Teiche. Ufer mit überhängender Vegetation werden bevorzugt besiedelt. Auch Gewässer mit geringer Fließgeschwindigkeit. Allerdings auch an Flüssen anzutreffen. Mandarinenten können als Einzelexemplare auch Flüssen beobachtet werden. Dort halten sie sich bei anderen Entenarten auf. So z.B. an der Mosel.

Verhalten: tagaktiv

Kennzeichen: Männchen und Weibchen eindeutig unterscheidbar. 

Ente wirkt klein und kompakt. Schwanz etwas länger als sonst bei Enten üblich. Schnabel kurz und spitz zulaufend. Prachtkleid ♂ zeigt roten Kopf mit rotem Schnabel. Überaugenstreif beginnt breit über dem Auge und verläuft sich dabei verjüngend bis in den Nacken. ♂ mit Haube, die aufgerichtet werden kann. Kopf wirkt länger als bei den Enten üblich. Am Hals orangefarben, wirkt wie gekämmt. Über dem Rücken werden die orangefarbenen Handschwingen senkrecht aufgestellt, wirken wie kleine Segel.

♀sehr schlicht, eher grau-oliv. Kopf wirkt lang, mit kurzem Schnabel der spitz zuläuft. Schnabel orange mit dunkler Spitze. Weiße Blässe am Schnabelgrund. Auge mit kleinem weißem Ring. Augenstreif beginnt hinter dem Auge breiter und verläuft sich verjüngend zum Nacken. Brust und Flanken grau mit gelblich-orangefarbenen Flecken.

Juvenil ist insgesamt matter in der Färbung als das Weibchen. Die Kopfzeichnung ist ebenfalls sehr schwach, eher angedeutet. 

Größe: 41-49 cm

Gewicht: 625-650 g, Männchen (Erpel) schwerer

Spannweite: 94 cm

Stimme: wenig ruffreudig. ♂ kurz ansteigender Pfiff ähnlich „fruuiiib“, ♀ tiefe glucksende Einzellaute wie „käk“

Geschlechtsreife: nach einem Jahr

Paarungszeit: mit Beginn des Winters, monogame Saison-Verbindung, Wiederverpaarungen sind möglich. Die Altvögel treffen zwischen Ende März bis Anfang April im Brutgebiet ein. 

Bruten: 1 Jahresbrut

Eiablage: Mai

Brutzeit: Mai bis Juni

Nest: in Baumhöhlen; so z.B. in Schwarzspechthöhlen, auch in Brutkästen für die Schleiereule 

Gelege: 6- 10 Eier. Das Weibchen brütet allein.  

Nachgelege: bei Gelegeverlust möglich

Legeabstand: 2 Tage

Brutbeginn: möglicherweise erst mit Ablage des vierten Ei, Ente (Weibchen) brütet alleine

Brutdauer: 28-31 Tage

Nestlingsdauer: Nestflüchter, die Küken verlassen das Nest, sobald sie nach dem Schlüpfen trocken sind und springen dann aus der Höhle auf den Boden. 

Flügge: 40-45 Tage

 

Nahrung: Wasserpflanzen, Gras, Samen, Nüsse auch Insekten, Larven, Krustentiere, Weichtiere

 

Lebensdauer: Die Lebenserwartung der Mandarinente beträgt ca. 20 Jahre

Feinde: gefährdet durch Räuber wie Greifvögel, Hecht, an Land auch durch Marder

Jagdzeit: Nein. Naturschutz

Brautente (Aix sponsa)

Was ist eine Brautente? Brautenten gehören zur Gattung Aix und zu den Schwimmenten. Wo ist die Brautente heimisch? Das Hauptverbreitungsgebiet ist Nordamerika. Wie ist die Brautente nach Europa gekommen? Die Brautente wurde im 18. Jahrhundert in Europa als Ziervogel in Gärten eingeführt.
Kann die Brautente in der freien Natur beobachtet werden? Das ist möglich. Allerdings handelt es sich dann meistens um Tiere, die aus der Gefangenschaft entwichen sind. Trotzdem sind Bruten nicht auszuschließen.

Steckbrief: Brautente

Brutzeit - Größe - Gewicht - Alter - Nahrung - Lebensraum - Ökologie

Systematische Einordnung:

Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)

Familie: Entenvögel (Anatidae)

Unterfamilie: Schwimmenten (Anatini)

Gattung: Aix

Art: Brautente 

 

Beschreibung

Wissenschaftlicher Name: Aix sponsa

Artname Englisch: Wood duck

Artname Französisch: Canard carolin.
Artname Niederländisch: carolina-eend

Vorkommen / Verbreitung: ursprüngliche Verbreitung als Brutvogel in Nordamerika. Eingebürgert in Europa. Als Ausnahmeerscheinung auf Island. Sichtungen sind meistens Gefangenschaftsflüchtlinge

 

Wanderungen: Teilzieher. 

Überwinterung

Lebensraum: Moore und Sümpfe mit angrenzenden Wäldern, Weiden mit Baumbestand

Verhalten: tagaktiv

Kennzeichen: Männchen und Weibchen eindeutig unterscheidbar (Geschlechtsdimorphismus). 

Ente wirkt klein und kompakt, jedoch etwas größer als die Mandarinente. Färbung ähnlich Mandarinente.

♂ im Prachtkleid Kopf und Oberseite / Rücken metallisch blau leicht grün glänzend. Kopf mit geschwungenen feinen weißen Linien zum Nacken hin. Kinn und Kehle weiß, weiße Streifen in die Wange hinein. Hals und Brust dunkel rötlich, die weiße Sprenkelung aufweisen (sehr dezent). Flanke schmutziges gelb. Handschwingen zeigen schwarz-weiße Streifung.

♀ ähnelt Mandarinente, jedoch Schnabel schmutzig gelb mit dunklem Nagel; weiße Blässe am Schnabelgrund. Weißer Augenfleck, sich zum Hinterkopf verjüngend, Spitze endet vor dem Nacken. Brust und Flanken dunkler als bei Mandarinente mit feinerer Flankenfleckung. 

Beine dunkelgrau

Augen rot

Größe: 43-51 cm

Gewicht: ♂ 700 g ♀ 500 g

Spannweite: 50 cm

Stimme: sehr schweigsam; ♂ hoher Ton wie „tschii-ii“, ♀ wiederholter Ruf wie „writ“

Geschlechtsreife: nach einem Jahr

Paarungszeit: sechs bis sieben Monate vor der Brutzeit; Oktober-Februar. 

Bruten: 1 Jahresbrut

Eiablage: Nordhalbkugel Mitte März bis Mitte April, nicht später als vorletzte Juniwoche

Brutzeit: Mai bis Juni

Nest: in Baumhöhlen in Gewässernähe. Es werden auch entsprechend große Nistkästen, angenommen; auch in alten Spechthöhlen.

Gelege: 10-12 Eier. Das Weibchen brütet allein.  

Nachgelege: fraglich

Legeabstand: 24 Stunden

Brutbeginn: möglicherweise erst mit Ablage des letzten Ei, da das Schlüpfen der Jungen synchron verläuft. Ente (Weibchen) brütet alleine

Brutdauer: 28-31 Tage

Schlüpfen: das Schlüpfen der Jungen dauert bis zu 36 Stunden

Nestlingsdauer: Nestflüchter. Wenn die Dunen nach dem Schlüpfen getrocknet sind, klettern die Jungen bereits in der Bruthöhle umher. Die Höhle wird 30-36 Stunden nach dem Schlüpfen verlassen. Dazu werden die Jungen von der Ente durch Rufe angelockt (Ruf: kuh-kuh-kuh). Die Jungen klettern dazu aus der Höhle und springen dann in die Tiefe. Danach werden die Jungen zum nächsten Gewässer geführt.

Flügge: 70 Tage

 

Nahrung: Pflanzenteile, Insekten, Schnecken, Würmer

 

Lebensdauer: Die Lebenserwartung der Brautente beträgt ca. 7 Jahre

Feinde: gefährdet durch Räuber wie Greifvögel, Hecht, an Land auch durch Marder

Jagdzeit: Nein. Naturschutz

RL Wildlife

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