Raymond Loyal Wildlife

Enten

Artensteckbriefe Enten Viele Entenarten sind in Deutschland und Mitteleuropa Brutvogel Jahresvogel und Wintergast Verbreitung Fortpflanzung Lebensraum Biotop Lebenserwartung Jagd

Stockente

Die Enten

Enten sind Wasservögel und bewohnen Teiche und Seen, langsam fließende Flüsse, Feuchtgebiete und sind auch an der Küste anzutreffen.
Enten unterteilen sich in drei Gruppen: die Gründelenten oder Schwimmenten, die Tauchenten und die Säger und Meeresenten.
Gründelenten ernähren sich hauptsächlich von Wasserpflanzen, sie fliegen schnell und erheben sich beim Flug senkrecht vom Wasser.
Tauchenten haben einen Lappen an der Hinterzehe und flache Schnäbel. Zum Fliegen müssen Tauchenten in der Startphase flügelschlagend über das Wasser laufen.
Meeresenten sind an der Küste heimisch und tauchen tiefer als Tauchenten. Meeresenten ernähren sich vorwiegend von Schnecken und Muscheln.
Säger haben lange und spitze Schnäbel mit einer Zähnelung am Schnabelrand. Säger sind spezialisiert auf den Fischfang. Um zu fliegen müssen Säger beim Start erst eine Weile über das Wasser laufen.

Löffelente

Die Enten

Die Enten gehören zur Ordnung der Gänsevögel (Anseriformes) und sind dort die Familie mit den meisten Arten. Weltweit kommen bei den Enten 47 Gattungen mit ca. 150 Arten vor. 

Systematisch unterteilen sich die Enten in der Paläarktis in drei Gattungen:

  • Schwimmenten oder Gründelenten (Anatini)
  • Tauchenten (Aythyini)
  • Meeresenten und Säger (Mergini)


Gelege: Stockenten 7-16 Eier; Löffelente 8-12 Eier
Lebenserwartung: Stockente 20 Jahre; Löffelente 20 Jahre
Gewicht: Stockente 1500 g; Löffelente 900-1100 g
Länge: Stockente 50-60cm; Löffelente 45-52 cm
Spannweite: Stockente 81-95 cm; Löffelente 80 cm

Ab wann legt die Ente Eier? Die Legeperiode der Enten beginnt ungefähr ab Mitte Februar. Ab diesem Zeitraum fangen Enten an Eier zu legen. 
Wie lange braucht eine Ente zum Brüten? Die Brutdauer der Enten variiert zwischen 21 und 28 Tagen. Die Stockente brütet über einen Zeitraum von 25-28 Tage. Die Brutdauer der Enten ist je nach Entenart unterschiedlich. 
Wie alt kann eine Ente werden? Die Lebenserwartung einer Ente liegt zwischen 10 und 20 Jahren. In der Gefangenschaft können Enten auch älter werden.
Sind Enten Zugvögel? Enten gehören auch zu den Zugvögeln. Zugvögel verlassen die Brutgebiete im Winter und ziehen in klimatisch günstigere Gegenden. Meistens im Süden. Enten sind auch Teilzieher. Teilzieher verlassen das Brutgebiet im Winter nur bei schlechten Witterungsbedingungen.
Können Enten auf dem Wasser schlafen? Enten schlafen auf dem Wasser. Enten dösen auf dem Wasser. Dabei öffnen sie gelegentlich ein Auge während das andere Auge geschlossen bleibt. Die Hirnhälfte des geschlossenen Auges ruht dabei. Enten die auf dem Wasser dösen, paddeln dabei ständig mit den Beinen. Enten dösen und schlafen auch an Land. Beim Schlafen sind die Enten meistens in größeren Gruppen versammelt. Stockenten sind tagaktiv und auch nachtaktiv

Stockente

Gründelenten / Schwimmenten (Anatini)

Gründelenten sind Enten unterschiedlicher Größen. Ein wesentliches Merkmal der Gründelenten ist der Schwanz, der immer über die Wasseroberfläche hinausragt.

Lebensraum: Flüsse, Seen, Sumpfgebiete
Nahrung: überwiegend pflanzlich. Die Nahrung wird gründelnd aus dem Wasser geholt oder von der Wasseroberfläche aufgenommen: Samen, Wasserpflanzen, wirbellose Tiere.
Flug: Anders als z.B. Schwäne können  Gründelenten direkt aus dem Wasser aufsteigen
Prachtkleid: Die Männchen tragen ab dem Frühjahr und während der Brutzeit ein prächtiges Federkleid, das sie deutlich vom Weibchen unterscheidet.
Mauser: Die Schwimmenten sind im Sommer für ca. 3-4 Wochen flugunfähig, da alle Schwungfedern gleichzeitig erneuert werden. In dieser Zeit wechseln die Männchen in ein Schlichtkleid, das dem Kleid der Ente ähnelt.
Schlichtkleid: Bei den Schwimmenten tragen die Männchen das Schlichtkleid zwischen der Herbstmauser und der Frühjahrsmauser.

Die Arten der Gründelenten - Schwimmenten Arten:

  • Stockente (Anas platyrhynchos)
  • Schnatterente (Anas strepera)
  • Spießente (Anas acuta)
  • Dunkelente (Anas rubripes)
  • Löffelente (Anas clypeata)
  • Pfeifente (Anas penelope)
  • Kanadapfeifente (Anas americana)
  • Marmelente (Marmaronetta angustirostris)
  • Krickente (Anas crecca)
  • Knäkente (Anas querquedula)
  • Blauflügelente (Anas discors)
  • Gluckente (Anas Formosa)
  • Mandarinente (Aix galericulata)
  • Brautente (Aix sponsa)

Tauchenten (Aythya, Somateria et al)

Tauchenten sind in der Größe variabel von kleinen bis zu großen Arten. Tauchenten sind nur sehr selten gründelnd zu beobachten, die normale Methode der Nahrungsbeschaffung ist das Tauchen. Tauchenten ernähren sich teilweise rein pflanzlich können aber auch Allesfresser sein. Ein Merkmal sind schwere Körper und kürzere Flügel als bei den Gründelenten. Beachte dazu die Steckbriefe zu den einzelnen Arten.

Lebensraum: Süßwasserhabitate, auf der gesamten Nordhalbkugel verbreitet
Nahrung: im Wesentlichen pflanzliche Nahrung. Nahrungsaufnahme erfolgt durch Tauchen.
Merkmale: gedrungener Körper, Hals kürzer als bei Schwimmenten. Der Schwanz schließt mit der Wasseroberfläche ab. Im Gegensatz zu den Gründelenten.
Flug: bedingt durch die kurzen Flügel benötigen Tauchenten einen Anlauf auf der Wasseroberfläche, um starten zu können.
Prachtkleid: Die Männchen tragen ab dem Frühjahr und während der Brutzeit ein prächtiges Federkleid, das sie deutlich vom Weibchen unterscheidet.
Mauser: Flugunfähigkeit im Sommer für ca. 3-4 Wochen, da alle Schwungfedern gleichzeitig erneuert werden. In dieser Zeit wechseln die Männchen in ein Schlichtkleid, das dem Kleid der Ente ähnelt.
Schlichtkleid: Bei den Tauchenten tragen die Männchen das Schlichtkleid zwischen der Herbstmauser und der Frühjahrsmauser. Das Schlichtkleid wird auch Ruhekleid genannt.
Nest: Die Tauchenten benutzen Bodennester. Die Bodennester der Tauchenten sind mit Daunen ausgelegt und befinden sich in Ufernähe, meistens in der Ufervegetation.
Hybriden: In der Gattung Aythya können Mischformen zwischen den Arten auftauchen. D.h. zwischen zwei Arten kommt es zu einer Kreuzung.

Tauchenten Arten:

  • Tafelente (Aythya ferina)
  • Kolbenente (Netta Rufina)
  • Moorente (Aythya nyroca)
  • Bergente (Aythya marila)
  • Reiherente (Aythya fuligula)
  • Ringschnabelente ( Aythya collaris)


Hybriden:
Nach allgemeiner Auffassung paaren sich Vögel in der Natur mit artgleichen Artgenossen. Zu diesen Kreuzungen kann es in Regionen kommen in denen die Partnersuche mangels Artgenossen sonst nicht zum Erfolg führen würde.

Es werden folgende Kreuzungsmöglichkeiten vorgestellt:

·         Tafelente ♂ x Reihehrente ♀ = Reiherente ♂

·         Reiherente X Ringschnabelente = Ringschnabelente ♂

·         Bergente X Reiherente = Bergente ♂

·         Reiherente ♂ x Tafelente ♀ = Kanadabergente ♂

·         Tafelente x Moorente = Rotkopfente ♂

·         Tafelente x Moorente = Moorente ♂

·         Bergente x Reiherente = Bergente ♀

Stockente (Anas platyrhynchos)

Stockente Anas platyrhynchos

Was ist eine Stockente?

Die Stockente ist die am häufigsten anzutreffende Schwimmente in Deutschland und in Europa. Die Stockente ist weltweit anzutreffen. Stockenten sind im größten Teil Eurasiens zu Hause. Sie leben außerdem in Nordafrika und in Nordamerika. Als Brutvogel wurden die Stockenten durch Einwanderer in Australien und Neuseeland eingebürgert.

Wo finden wir die Stockente? Die Stockente ist fast überall anzutreffen. Wir treffen sie in Parks, an Flussufern, Seen, Feuchtgebiete und an der Küste.
Ist die Stockente gesellig? Außerhalb der Brutzeit sind Stockenten gesellig. Man sieht sie häufig in kleineren Gruppen.
Wie heißt das Männchen? Das Männchen wird Stockerpel genannt.
Wie heißt das Weibchen? Das Weibchen wird Stockente genannt.
Wer kümmert sich um die Brut? Bei den Stockenten kümmern sich die Stockenten (=Weibchen) alleine um die Brut.
Warum sehen wir häufig mehr Erpel als Enten? Die Enten werden bei der Jungenaufzucht öfter von Greifvögeln oder anderen Räubern geschlagen. Daher sind häufig in Gruppen mehr Erpel als Enten zu sehen.
Was fressen Stockenten? Stockenten sind in der Nahrungsbeschaffung sehr genügsam. Sie fressen Wasserpflanzen, Uferpflanzen, Gras, Weichtiere, Larven, Laich, Kaulquappen, Würmer und Schnecken. Enten gründeln bei der Nahrungsaufnahme, d.h. sie tauchen den Oberkörper ins Wasser wobei der Schwanz in die Höhe gesteckt wird.
Können Stockenten tauchen? Ja, Stockenten können auch richtig tauchen.
Haben Stockenten Schwimmhäute? Ja, Stockenten haben zwischen den Zehen Schwimmhäute.
Wann schlafen Stockenten? Teilweise auch nachts. Überwiegend schlafen oder dösen Stockenten tagsüber. Das machen sie auch beim Schwimmen auf dem Wasser. Dabei können sie sich auch auf Fließgewässern auf der gleichen Stelle halten. Die Füße sind dabei ständig in Bewegung. 

Stockente

Steckbrief Stockente

Brutzeit - Größe - Gewicht - Alter - Nahrung - Lebensraum - Ökologie - Bilder


Systematische Einordnung:

Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)

Familie: Entenvögel (Anatidae)

Unterfamilie: Enten (Anatinae)

Tribus: Schwimmenten (Anatini)

Gattung: Eigentliche Enten (Anas)

Art: Stockente 

 

Beschreibung

Wissenschaftlicher Name: Anas platyrhynchos

Artname Englisch: Mallard

Artname Französisch: Canard colvert.
Artname Niederländisch: Wilde Eend

Vorkommen / Verbreitung:  Verbreitung auf der gesamten Nordhalbkugel der Erde: im größten Teil der eurasischen Landmenge, Nordafrika, weite Teile Nordamerikas; als Brutvogel eingebürgert in Australien und Neuseeland. 

 

Wanderungen: Jahresvogel, vornehmlich Teilzieher; 

 

Lebensraum: an Gewässern aller Art, auch an Parkteichen, auch an Gebäuden
Verhalten: tagaktiv und nachtaktiv
Schlafen: schlafen und dösen am Tag

 

Größe: 50-60 cm

Gewicht: 1500 g

Spannweite: 81-95 cm

Kennzeichen: Geschlechter mit unterschiedlichen Kleidern

Geschlechtsreife: nach einem Jahr

Bruten: 1 / Jahr

Brutzeit: März-Juli, 

Nest: an Uferböschungen als Bodennest, auch weit entfernt vom Wasser; in Überschwemmungsgebieten auch auf Bäumen, an Baumstümpfen

Gelege: 7-16 Eier

Nachgelege: möglich bei Verlust des ersten Geleges, frühzeitig zu Beginn der Brutzeit; dann aber nur mit verringerter Eizahl mit nur 5 Eiern. 

Legeabstand: 1 Tag

Brutbeginn: mit Ablage des letzten Ei

Brutdauer: 25-28 Tage 

Nestlingsdauer: Nestflüchter

Flügge: nach 8 Wochen.

Nahrung: anspruchslos, omnivor, Wasser-, Ufer- und Landpflanzen, auch Samen und Früchte, Weichtiere und Larven, Laich, Kaulquappen, kleine Krebse, kleine Fische und Frösche, Würmer und Schnecken

Gründeln: bis zu einer Tiefe von 50 cm

 

Lebensdauer: Die Lebenserwartung der Stockente beträgt ca. 20 Jahre

Feinde: Füchse, Waschbären, Greifvögel, Wanderratten, Marder

Jagdbares Wild: Ja.
Jagdzeit: 1.September - 15. Januar

Löffelente (Anas clypeata)

Löffelente
Löffelente
Löffelente

Die Löffelente

Die Löffelente (Anas clypeata) gehört zu den Schwimmenten oder Gründelenten. Als Brutvogel ist die Löffelente noch häufig in Mitteleuropa.

Insgesamt ist die Löffelente im nördlichen Eurasien und in Nordamerika verbreitet.

Die Löffelente ist überwiegend Zugvogel. Die Überwinterungsgebiete der Löffelente befinden sich in Mitteleuropa, teilweise in den Niederlanden, in Südeuropa, in Nordafrika, im östlichen Mittelmeer, Vorderasien und Südostasien. Nordamerikanische Populationen ziehen im Winter bis nach Südamerika.

Wie verhält sich die Löffelente? Am meisten sieht man die Löffelente mit ausgestrecktem Hals durch das Wasser schwimmen. Dabei nimmt die Löffelente Nahrung aus dem Wasser und von der Wasseroberfläche auf. Die Löffelente gründelt nur selten, taucht auch gelegentlich.

Die Löffelente ist tagaktiv und nachtaktiv. 

Gehört die Löffelente zu den geselligen Vögeln? Außerhalb der Brutzeit versammelt sich die Löffelente gerne in größeren Gruppen. 

Wovon ernährt sich die Löffelente? Die Löffelente ernährt sich pflanzlich und tierisch. Vor allem ernährt sich die Löffelente von schwimmenden Organismen und Plankton. 


Ein Zusammenfassung findet Ihr im Artensteckbrief Löffelente.

Löffelente

Steckbrief: Löffelente

Brutzeit - Größe - Gewicht - Alter - Nahrung - Lebensraum - Ökologie - Bilder


Systematische Einordnung:

Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)

Familie: Entenvögel (Anatidae)

Unterfamilie: Schwimmenten (Anatinae)

Gattung: Löffelenten (Anas)

Art: Löffelente

 

Beschreibung

Wissenschaftlicher Name: Anas clypeata

Artname Englisch: Great Shoveler

Artname Französisch: Canard souchet.
Artname Niederländisch: slobeend

Vorkommen / Verbreitung:  ganz Mitteleuropa, stärkere Vorkommen im nördlichen Teil Mitteleuropas, Niederlande, Britische Inseln als Brutvogel und ganzjähriges Vorkommen; Brutvogel in Dänemark, Südschweden, Teile von Norwegen und Finnland; Baltikum, Weißrussland, Ukraine, Russland, Sibirien, Mongolei und Nordchina; große Teile von Nordamerika, bis hoch nach Alaska, nicht im nördlichen Kanada. 


Überwinterung: skandinavische Bestände ziehen nach Mitteleuropa, teilweise in Niederlanden; verstreut in Südeuropa, Nordafrika, entlang des östlichen Mittelmeeres, Vorderasien, Südostasien, Mittelamerika

Wanderungen: Teilzieher; 



Lebensraum: nahrungsreiche Binnengewässer, Entwässerungsgräben, Moor, gerne in mit dichtem Schilf / dichter Vegetation bewachsenen Uferzonen wo die Löffelente mit ihrem Schnabel die Wasseroberfläche nach Nahrung durchsiebt. 


Dieses Verhalten ist auch ein sicheres feldornithologisches Erkennungsmerkmal. Teilweise sind ganze Trupps in der ufernahen Vegetationszone unterwegs, teilweise auch auf dem offenen Gewässer. Die Ente vollführt dabei eine Bewegung in Kreisen oder Halbkreisen und streckt dabei den Hals gerade aus. Es wird auch gegründelt, allerdings erheblich seltener als z.B. bei Stockenten.


Außerhalb der Brutzeit auch an der Küste, Salzwiesen, Wattenmeer


Größe: 45-52 cm

 ♂ mit ca. 52 cm etwas größer als  ♀ mit ca. 48, nur im direkten Vergleich zu sehen.

Gewicht:  ♂1100 g, ♀leichter mit ca. 900 g

Spannweite: 80 cm

Geschlechtsreife: nach einem Jahr

Bruten: 1 / Jahr

Brutzeit: Mai-Juli, in Mitteleuropa früheste Gelege Ende April möglich

Nest: Bodennest aus Pflanzenteilen in im Uferbereich, versteckt in der Ufervegetation. 

Gelege: 8-12 Eier 

Legeabstand:  

Brutbeginn: ab letztem gelegtem Ei

Brutdauer: 26 Tage 

Nestlingsdauer: Nestflüchter

Flügge: nach 40-45 Tagen.

Nahrung: Plankton, Wasserflöhe, Insektenlarven, Laich von Lurchen


Lebensdauer: Die Lebenserwartung der Löffelente beträgt ca. 20 Jahre

Feinde: Mensch, Greifvögel (Seeadler), Möwen als Bruträuber, Fuchs und Marder

Jagdbares Wild: Nein

Reiherente (Aythya fuligula)

Reiherente

Die Reiherente

Die Reiherente (Aythya fuligula) gehört zu den Tauchenten und ist ein häufiger Brutvogel in Mitteleuropa. Verbreitet ist die Reiherente im nördlichen Eurasien bis an den Pazifik.

Wo können wir die Reiherente beobachten? Wir treffen die Reiherente auf den britischen Inseln (Irland und Großbritannien), Niederlande, Norddeutschland, Dänemark, Polen, Österreich und Tschechien, Norwegen, Schweden, im Baltikum und in Russland. 

Welche Biotope bevorzugt die Reiherente?  Die Reiherente bevorzugt tiefe und sehr nährstoffreiche Gewässer. Im allgemeinen benötigt die Reiherente große Wasserflächen. Außerhalb der Brutzeit werden von der Reiherente auch weniger nährstoffreiche und tiefe Gewässer angenommen. 

Wovon ernährt sich die Reiherente? Die Reiherente ernährt sich überwiegend tierisch. Die pflanzliche Ernährung der Reiherente besteht hauptsächlich aus Sämereien

Die Reiherente ist tagaktiv und nachtaktiv.

Wie erreicht die Reiherente ihre Nahrung? Der Nahrungserwerb der Tafelente erfolgt hauptsächlich durch Tauchen. 

Wie lange taucht eine Reiherente? Die Reiherente taucht im Mittel unter 20 Sekunden. 

Ist die Reiherente eine gesellige Art? Die Reiherente ist das ganze Jahr über gesellig und in größeren Gruppen anzutreffen. 


Eine Zusammenfassung findet Ihr im Artensteckbrief Reiherente.

Steckbrief: Reiherente

Brutzeit - Größe - Gewicht - Alter - Nahrung - Lebensraum - Ökologie - Bilder


Systematische Einordnung:

Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)

Familie: Entenvögel (Anatidae)

Unterfamilie: Tauchenten (Aythyinae)

Gattung: Aythya

Art: Reiherente 

 

Beschreibung

Wissenschaftlicher Name: Aythya fuligula

Artname Englisch: Tufted Duck

Artname Französisch: Fuligule morillon.
Artname Niederländisch: kuifeend

Vorkommen / Verbreitung:  ganz Mitteleuropa, britische Inseln, Dänemark, BeNeLux, Frankreich, südliches Schweden,  ganzjährig; Brutgebiete in nördlichem Skandinavien, Baltikum, Weißrussland, Ukraine, Russland bis hinter den Ural nach Sibirien


Überwinterung: Südeuropa, Türkei, Nordafrika, Vorderasien

Wanderungen: Teilzieher; 



Lebensraum: Seen und Fließgewässer, Parkanlagen

Verhalten: tagaktiv

Größe: 42-47 cm

 ♂ mit ca. 47 cm etwas größer als  ♀ mit ca. 42, kein Unterscheidungsmerkmal.

Gewicht:  ♂1000 g, ♀leichter mit ca. 800-900 g

Spannweite: 72 cm

Geschlechtsreife: nach einem Jahr

Bruten: 1 / Jahr

Brutzeit: Mai-Juli, 

Nest: Bodennest aus Pflanzenteilen im Schilf, im Moorgras, auf kleinen Inseln. 

Gelege: 5-12 Eier 

Legeabstand: 2 Tage; auch bis 7 Tage möglich, aber selten

Brutbeginn: mit Ablage des letzten Eis

Brutdauer: 23-28 Tage 

Nestlingsdauer: Nestflüchter, können nach wenigen Stunden bereits tauchen

Flügge: nach 45-50 Tagen.

Nahrung: Muscheln, Schnecken, Kleintiere, Insekten, Pflanzen

Tauchtiefe: bis zu 4 m



Lebensdauer: Die Lebenserwartung der Reiherente beträgt ca. 15 Jahre

Feinde: Mensch, Greifvögel (Seeadler), Möwen als Bruträuber, Fuchs und Marder

Jagdbares Wild: Ja.
Jagdzeit: 1.September - 15. Januar

Moorente (Aythya nyroca)